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DESG-News vom 18.01.2006

Author: Redaktion Wednesday, January 18th, 2006 No Commented Under: Speed Skating

Claudia Pechstein: Gelungener Olympiatest mit EM-Gold

Claudia Pechstein gewann bei den von technischen Pannen beein­trächtigten Europameister­schaften der Mehrkämpfer souverän den Titel bei den Damen. Auch ohne Streckensieg gelang ihr mit Top­platzierungen auf allen vier Strecken die ausgeglichenste Leistung. “Ich bin auf einem guten Weg in Richtung Turin. Jetzt kann ich mich voll auf Olympia konzentrieren”, sagte Pechstein, die die weitere Olympiavorbereitung in Erfurt absolvieren wird.

Lucille Opitz und Team-Weltmeisterin Daniela Anschütz-Thoms belegten die Plätze 7 und 9, womit Deutschland bei den WM im März in Calgary drei Starter stellen darf. Katrin Mattscherodt verpasste den Einzug ins 5000-m-Finale haarscharf und wurde 17. Bei den Männern sicherte Tobias Schneider als 13. der DESG einen Startplatz für die Mehrkampf-WM. Robert Lehmann belegte Platz 17. Mit dem Handicap eines frühen Starts über 5000 m (die Eisverhältnisse wurden dann besser), zudem solo, wurde Marco Weber 22. Für die Männer war es ein besonders harter Wettkampf, weil nach einem Ausfall der Kühlanlage die drei längsten Strecken alle an einem Tag ausgetragen wurden.

EM-Homepage (mit Fotos)

EM-Presseschau

Ergebnisse

Shorttrack-EM als letzter Härtestest vor Olympia

Die Europameisterschaften von Freitag bis Sonntag im polnischen Krynica sind für die deutschen Shorttracker, die mit dem kompletten Olympiaaufgebot antreten, ein letzter Härtetest vor Turin. “Unser Training ist auf die Winterspiele abgestimmt, Krynica ist für uns Durch­gangsstation und Standortbestimmung”, so Cheftrainer Jürgen Dennhardt. In dem Karpaten-Wintersportort werden Europameister im Mehrkampf und in der Staffel ermittelt. Im Mehrkampf vertreten die DESG bei den Männern Sebastian Praus (Mainz), Tyson Heung (Dresden) und Arian Nachbar (Rostock); bei den Damen Yvonne Kunze, Christin Priebst und Tina Grassow (alle Dresden). Zu den Aufgeboten für die Staffel gehören außerdem Thomas Bauer (München) und Andre Hartwig sowie Aika Klein (beide Rostock) und Susanne Rudolph (Grafing). Die deutschen Herren sind Titelverteidiger im Staffellauf. Arian Nachbar hatte 2005 in Turin zudem Silber im Mehrkampf gewonnen sowie die Damen-Staffel Bronze.

EM-Homepage

Ergebnisse im Detail (sobald vorliegend)

EM-Zeitplan. (Ortszeit = MEZ)
Freitag (20 Jan): 11 Uhr 1500 m Damen u. Herren, Vorläufe; 17 Uhr Eröffnungsfeier; 18 Uhr 1500 m Damen u. Herren, Halbfinals und Endläufe; anschl. Staffel-Vorläufe Damen u. Herren
Sonnabend (21 Jan): 15 Uhr 500 m Damen u. Herren Vorläufe bis Viertelfinals; 18.30 Uhr 500 m Da­men u. Herren Halbfinals u. Endläufe; 20 Uhr Staffel-Halbfinals Damen u. Herren
Sonntag (22 Jan): 14 Uhr 1000 m Damen u. Herren Vorläufe bis Endläufe; anschl. 3000 m Damen u. Herren (Finale d. Mehrkampfbesten); anschl. Endläufe 3000-m-Staffel Damen, 5000-m-Staffel Herren

Inzeller Olympiakandidaten wieder wohlauf

Nach ihren Rückschlägen durch Krankheit und Verletzung sind die Inzeller Anni und Jan Frie­singer sowie Dino Gillarduzzi wieder wohlauf. Anni Friesinger, die sich Anfang des Jahres eine Schnittverletzung zugezogen hatte, wegen der sie über eine Woche nicht auf Schlittschuhen trai­nieren konnte, befindet sich wieder voll im Eistrainiung und will am Sonnabend in Erfurt einen ersten Testwettkampf bestreiten, ehe sie am 26. Januar zum Sprint-Weltcup nach Klobenstein (Italien) reist. “Das Training geht immer besser, nur die Starts können wir noch nicht voll trainieren”, sagt Anni Friesingers Trainer Markus Eicher. Auch Annis Bruder Jan und Dino Gillarduzzi, denen ein Magen-Darm-Infekt drei Tage unfreiwillige Bettruhe beschert hatte, stehen seit dem Wochenende wieder auf dem Eis. “Sie sind soweit wieder fit, aber der Trainingsausfall macht sich natürlich bemerkbar. Ich hoffe, dass beide am Wochenende wieder soweit in Form sind, dass sie ihre Olym­pia­chance wahrnehmen können.” Jan Friesinger bestreitet am Sonnabend ein Ausscheidungsrennen gegen Jörg Dallmann (Erfurt) um den freien Team-Platz für Olympia, während für Dino Gillarduzzi die Sprint-Titekämpfe in Heerenveen die letzte Chance sind, sich für eine Nominierung zu empfehlen.

Kalter Januar macht Eislauf in der Natur möglich

Die frostklaren Nächte der vergangenen Tage haben viele Gewässer so stark zufrieren lassen, dass Schlittschuhlaufen auf ihnen möglich ist. Vielerorts wurden auch Spritzeisbahnen ange­legt. Die “Elmshorner Nachrichten” haben für ihre Leser sogar einen Test in der Region ge­macht, auf welchen Gewässern Eislauf empfohlen werden kann und wo eher nicht. In Sachsen gingen schon ganze Schulen aufs Eis.

Unsere Tips für das Anlegen einer Spritzeisbahn:
Für eine Spritzeisbahn ebene Flächen mit möglichst viel Schatten (Tallage, Bäume) auswählen.
Nicht schon beim ersten Frost losspritzen, sondern den Frost erst einige Zentimeter in den Boden ein­dringen lassen – dann übersteht die Bahn später auch ein paar Tage leichtes Tauwetter.
Den Schlauch bei laufendem Wasser nicht längere Zeit ablegen, da entstehen Schwellen, das Wasser lie­ber feinsprühend verteilen.

Unsere Tips für das Eislaufen auf offenen Gewässern:
Eisdicke fachmännisch prüfen lassen (zum Beispiel von der örtlichen Feuerwehr)
Nie allein aufs Eis gehen – im Zweifel vom Betreten eines Gewässers absehen
Kein Eislauf auf Stauseen (durch schwankenden Wasserspiegel entstehen Hohlräume unterm Eis)

Sprint-WM: Letzte Chance, sich für Turin zu qualifizieren

Für die Weltmeisterschaften am Wochenende in Heerenveen (Niederlande) hat nahezu die komplette Weltspitze der Sprinter gemeldet. Damit wird es noch einmal eine interessante Standortbestimmung drei Wochen vor den Winterspielen – und für Judith Hesse und Dino Gillarduzzi die Chance, sich noch für eine Olympianominierung ins Gespräch zu bringen. Zudem starten aus DESG-Sicht die Vorjahres-WM-Dritte Sabine Völker, die 500-m-Weltcup­führende Jenny Wolf sowie Pamela Zoellner und Anton Hahn.

WM-Homepage

WM-Zeitplan.
Freitag (20 Jan): 18 Uhr Auslosung
Sonnabend (21 Jan): ab 13 Uhr 500 m Damen und Herren, anschl. 1000 m Damen und Herren
Sonntag (22 Jan): ab 13 Uhr 500 m Damen und Herren, anschl. 1000 m Damen und Herren

DIES & DAS

LÄNDERVERGLEICH. Für den Ländervergleich der Junioren und U23 zwischen den Niederlanden, Norwegen und Deutschland am 21./22. Januar in Groningen wird Deutschland von diesen Sportlern vertreten.
U 23: Karoline Zillmann (Erfurt), Agnes Friesinger (Inzell), Alexandra Lipp (Grefrath), Franziska Petereit (Berlin); Florian Deckert, Sascha Rauschenbach (beide Erfurt), Thomas Schwarz, Kay Schöfisch (beide Berlin).
Junioren: Angie Fischer, Jennifer Blödel (beide Chemnitz), Denise Roth (Mylau), Jane Halfpap (Berlin); Alexej Baumgärtner (Chemnitz), Marco Fuhrmeister (Erfurt), Marcel Bittner, Florian Storch (beide Berlin).

NACH ITALIEN. Zur Internationalen Sportmann-Trophy am 21. und 22. Januar in Klobenstein (Italien) entsendet die DESG folgende Sportler.
A-Junioren: Stephanie Beckert, Justine Zeiske (beide Erfurt), Jeniffer Plate (Berlin); Philipp Kozalla (Erfurt), Michael Bergmann (Chemnitz), Nico Dorsch (Berlin).
B-Junioren: Bente Kraus, Isabell Ost, Marisa Boelen; Enzo Kopperger (Ottobrunn), Patrick Beckert (Erfurt), Timo Rothe* (Berlin).
C-Junioren: Charleen Marhold (Berlin), Jennifer Bay* (Dresden); Hubert Hirschbichler (Inzell), Niclas Kleyling* (Berlin). Anmerkung: Mit Stern* gekennzeichnete Läufer sind Reserve.

STARCLASS-EUROPACUP. Für die dritte Station im Starclass-Europacup vom 27. bis 29. Januar in Leeu­warden (Niederlande) hat die DESG folgende Sportler nominiert.
Männer/Junioren: Paul Herrmann, Robert Seifert, Robert Becker (alle Dresden), Christoph Milz (Oberstdorf), Torsten Kröger, Hannes Kröger (beide Ro­stock).
Damen/Juniorinnen: Julia Riedel, Bianca Walter, Elisa Lenke (alle Dresden), Juliane Sandeck (Rostock).

Eisschnelllauf im Fernsehen

Sonnabend (21 Jan) 8.55-18.00 Uhr — ARD “Sportschau live” u. a. mit einem Beitrag von der Eisschnelllauf-Sprint-WM in Heerenveen: 1000 m Damen. Reporter: Ralf Scholt (vorauss. 14.50-15.30 Uhr)

Sonnabend (21 Jan) 19.00-19.30 Uhr — MDR Thüringen “Thüringen-Journal” u. a. mit einem Beitrag von den Sprint-WM in Heerenveen

Sonntag (22 Jan) 9.05-17.00 Uhr — ARD “Sportschau live” u. a. mit Beiträgen von den Eisschnelllauf-Sprint- WM in Heerenveen; Reporter: Ralf Scholt. 500 m Damen (vorauss. 12.55 bis 13.25 Uhr); 1000 m Damen (vorauss. 16.15-16.35 Uhr)

Sonntag (22 Jan) 17.10-18.00 Uhr — ZDF “ZDF-Sportreportage” u. a. mit einem Beitrag von den Eisschnelllauf- Sprint-WM in Hamar; Moderation der Sendung: Norbert König

Sonntag (22 Jan) 19.00-19.30 Uhr — MDR Thüringen “Thüringen-Journal” u. a. mit einem Beitrag von den Sprint-WM in Heerenveen

Sonntag (29 Jan) 17.10-18.00 Uhr — ZDF “ZDF-Sportreportage” u. a. mit einem Beitrag vom Eisschnelllauf- Weltcup in Klobenstein; Moderation der Sendung: Kristin Otto

Sonnabend (4 Feb) 11.10-11.55 Uhr — Arte Die großen Sportduelle: Eisschnelllauf Norwegen – Niederlande. Ein Dokfilm von Antoine Roux.

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Alle Angaben ohne Garantie.

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