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Paul Herrmann: optimistisch in die Saison

Autor: Dirk Gundel Thursday, September 20th, 2007 Nicht kommentiert Unter: Short Track

“Optimal”, sagt Paul Herrmann, lief seine Saisonvorbereitung; ob auf dem Rad, auf Kufen oder Rollen, beim Laufen und im Kraftraum. Na ja, das Rollen mit Einschränkung ” denn eigentlich hasst er es, wenn Inlineskaten in Inzell auf dem Plan steht. “Aber es gehört halt dazu, und da muss ich durch”, sagt der 21-jährige Dresdner. “Wichtig ist, dass ich nicht verletzt war und nicht krank, so dass ich top-fit in die Saison starten kann.”Die beginnt für die Shorttracker bereits am 29. und 30. September mit dem Internationalen Hanse-Cup in Rostock. Der Weltcup startet am 19. Oktober im chinesischen Harbin, doch die deutschen Asse steigen erst eine Woche später in Kobe (Japan) ein. “Trotzdem wollen wir mit der Staffel die WM-Qualifikation schaf-fen, da es ja zwei Streichwerte gibt”, erklärt Herrmann. “Auf den Einzelstrecken sind die Top-10 mein Ziel, an den Renntagen ebenso wie in der Endwertung.” Also genau der Bereich, in dem er beim Weltcup im Februar in Heerenveen schon gelandet war. “Ich stand über 1000 Meter im Halbfinale. Und über die 1500 m hät-te ich ohne die umstrittene Disqualifikation im Endlauf gestanden.”

Urlaub hatte sich Paul Herrmann in diesem Jahr verkneifen müssen. Bei der Ausbildung zum Polizeimeister an der Bundespolizeisportschule Bad Endorf standen Zwischenprüfungen auf dem Programm. “Mir ist es sehr wichtig, nach der sportlichen Karriere etwas für mein künftiges Leben in der Hand zu haben”, sagt der Sachse, “in Bad Endorf kann man Sport und Ausbildung gut unter einen Hut bringen. Und bei der Kompensation einiger ausgefallener Trainingseinheiten hat mich Trainer Helge Jasch sehr gut unterstützt.”

Ein persönlicher Höhepunkt in der “Zwischenzeit” war für Herrmann der Besuch eines Hochseilgartens. “Die Selbstüberwindung in der Höhe ist eine un-glaubliche Erfahrung. Dass ich so wenig schwindelfrei bin, wusste ich gar nicht. Es letztlich beherrscht zu haben, inklusive ein paar Meter freier Fall, war aber ein riesiges Erlebnis.”

Ein Talisman läuft bei Paul Herrmann nicht mit, eine Portion Aberglaube aber doch: “Ich habe einen genau geregelten Ablauf. Wenn ich den nicht einhalte, geht was schief.” So zieht er prinzipiell den rechten vor dem linken Schlittschuh an. “Es kam aber schon vor, dass ich abgelenkt war und doch den linken zuerst anhatte. Wenn ich das merke, hilft nur: Kommando zurück.” Sei’s drum ” wenn’s hilftâ?¦ “Ich stand ja bei den vorigen Europameisterschaften mit der Staffel ganz oben. So etwas will man natürlich gern wiederholen!”

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