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Für einen guten Zweck in den hohen Norden

Autor: Gastauthor Montag, März 9th, 2015 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf
DESGphoto Bart Veldkamp DESGphoto / L. Hagen

(CM/Alta) Wer hätte das gedacht: Für einen guten Zweck nahm das niederländische Eisschnelllauf-Idol Ard Schenk zum ersten Mal nach 45 Jahren wieder an einem Wettkampf über dem Polarkreis auf Natureis in Norwegen teil. Der 70 Jahre alte dreifache Olympiasieger von 1972 hatte eine Einladung des niederländisch-belgischen Olympiasiegers von 1992, Bart Veldkamp, nach Alta in Nord-Norwegen angenommen, nicht als einziger – mit ihm vier andere ehemalige Oranje-Stars und sechs norwegische Eisschnelllauf-Ikonen.

Mit Schenk reisten sein Generationskollege Jan Bols, Yep Kramer (57), Vater von Sven, Bart Veldkamp, Ben van den Burg und Mark Tuitert in den hohen Norden. Dort trafen sie zum „Nostalgie-Länderkampf Norwegen – Niederlande“ Magne Thomassen (73), Roar Gronvold (68), Jarle Pedersen (59), Vater von Sverre Lunde, Kjell Storelid, Frode Bartholdsen und Adne Söndral.

Die finanzielle Not des lokalen Eisschnelllaufklubs brachte Veldkamp auf die Idee, den einst so populären Wettkampf wieder zu beleben, um mit den Einnahmen eine gebrauchte Zamboni für die Eisversorgung und Lampen für die Beleuchtung des Natureisovals anzuschaffen. Das Eisschnelllaufen muss nach Meinung der begeisterten Teilnehmer in Norwegens Norden wiederbelebt werden.

Fast 2000 Zuschauer kamen, um die Altmeister über 500 m und im TeamPursuit zu bewundern. Nach Angaben der Teilnehmer endete der Wettkampf unentschieden. Fast 50 junge Kinder machten beim Jugendprogramm mit und meldeten sich fürs Training an. Doch auf dem Programm standen noch andere winterliche Aktivitäten: Eisangeln, Schlittenhundenfahren und Motorschlittentouren. Wie es sich für Eisschnellläufer gehört, wurde in einem Eishotel übernachtet.

In Norwegen, Schweden und Finnland muss nach Meinung der Oranje-Stars das Eisschnelllaufen wieder populärer werden. Dafür müssten, so Olympiasieger Mark Tuitert, die aktuellen Stars raus aus den sterilen Hallen, zu einer „Nordic-Tour“ des Weltcups auf Freiluftbahnen in die Natur zu den Menschen gehen.
„Zusammenarbeiten und sich gegenseitig stimulieren“, lautet Ard Schenks Rezept für die Weiterentwicklung seiner Sportart. Auch für die nächste Saison ist wieder ein „Länderkampf“ für einen guten Zweck mit eventuell mehr internationalen Altstars in Norwegen geplant.

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