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DESG-News vom 30.08.2005

Autor: Redaktion Wednesday, August 31st, 2005 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf

Schweiß für Olympia tropft in Font Romeu: rollen, rollen, rollen

Die deutschen Eisschnelllauf-Asse schwitzen derzeit im 1850 Meter hoch gelegenen Font Romeu in den französischen Pyrenäen. Am Anfang des am 16. August begonnenen Höhentrainingslagers war ihnen allerdings nicht nach Schwitzen: “In der ersten Woche hatten wir ziemlich kühle Temperaturen und Wind”, sagt Eisschnelllauf-Cheftrainer Helmut Kraus, “aber jetzt ist es angenehm. Trotz des anfänglich nicht so tollen Wetters haben wir unser Programm durchgezogen, und bis auf Gabriele Hirschbichler ist alles gesund.” Die 21jährige Inzellerin hat mit einer Erkältung die Heimreise angetreten.

Das Trainingsprogramm in Font Romeu, wo die DESG seit 15 Jahren ein Sommertraining abhält, umfasst in erster Linie ein umfangreiches Pensum auf Rollschuhen (Inliner), ferner Radfahren, Laufen, Krafttraining und zur Abwechslung auch mal ein Ballspiel. In der Freizeit stehen bei den Athleten Besuche im örtlichen Café, Lesen, Kartenspielen, Fernsehen und Nach-Hause-Telefonieren hoch im Kurs. Das Höhentraining endet am Wochenende. Nach einer Trainingswoche in den heimischen Stützpunkten treffen sich die Kaderläufer ab dem 12. September zu einem gemeinsamen Trainingslager in Erfurt.

Shorttrack: Schon Weltcups im Visier

Für die Shorttracker ist der Sommer etwas kürzer als für die Eisschnellläufer. Erst am 20. März hatten sie mit den “Deutschen” die vorige Saison abgeschlossen, beginnt der Olympiawinter bereits am 23. September in Mannheim mit einem Ländervergleich zwischen Großbritannien, Italien, Frankreich und Deutschland. Von Mannheim aus fliegen die vier Nationalmannschaften unmittelbar nach Asien, wo im chinesischen Hangzhou (30. September bis 2. Oktober) sowie in Südkoreas Hauptstadt Seoul (7. bis 9. Oktober) die ersten beiden von vier Weltcups dieser Saison stattfinden. Die anderen beiden Weltcups im italienischen Bormio (verlegt von Turin; 11. bis 13. November) und in Den Haag/Niederlande (18. bis 20. Oktober) gelten zudem als verbindliche Olympia-Ausscheidung.

Für die Weltcups in Asien hat Shorttrack-Cheftrainer Jürgen Dennhardt ein zwölfköpfiges vorläufiges Aufgebot benannt, aus dem am 7. September in einem internen Testwettkampf die zehn Weltcupstarter ermittelt werden. An der Spitze des Aufgebots stehen der Mehrkampf-Weltcup-Neunte Sebastian Praus (Mainz), die Weltcup-Zehnte Yvonne Kunze sowie die nationalen Mehrkampfmeister Christin Priebst (beide Dresden) und Arian Nachbar (Rostock).

Vorläufiges DESG-Aufgebot für die Weltcups in Asien.
Männer: Sebastian Praus (Mainz), Arian Nachbar (Rostock), Tyson Heung, Paul Herrmann (beide Dresden), Thomas Bauer (München), Andre Hartwig (Rostock).
Frauen: Yvonne Kunze, Christin Priebst, Tina Grassow (alle Dresden), Aika Klein (Rostock), Susanne Rudolph (Grafing), Julia Riedel (Dresden)

Breuer mit Rekordzeiten in Calgary

Das internationale Meeting “Summer Classics” in Calgary gab einen Vorgeschmack auf einen mutmaßlich rekordreichen Olympiawinter 2005/2006. So sorgte Erben Wennemars (Niederlande) mit 146,365 Punkten für einen Weltrekord im kleinen Vierkampf, der 500 m, 1500 m, 3000 m und 5000 m umfasst (für Männer keine WM-Disziplin). Der Grefrather Christian Breuer (Bild) belegte mit 149,386 Punkten Platz zwei vor Gianni Romme (Niederlande, 151,073) und seinem Vereinskollegen Stephan Heythausen (151,308). Während Christian Breuer seinen eigenen, fünf Jahre alten Deutschen Rekord zu ungewohnter Jahreszeit nur um 0,103 Punkte verfehlte, war es für Heythausen persönliche Bestleistung. Breuer hatten den Grundstein für sein Topergebnis am ersten Tag mit zwei Deutschen Rekorden über 1500 m(1:46,34) und 3000 m (3:46,09) gelegt und damit sogar seinen Trainer Jan Coopmans ein wenig überrascht: “Mit ganz so schnellen Zeiten habe ich in der Tat nicht gerechnet, aber dass es sehr gut gehen wird, hat sich schon in Berlin angedeutet”, sagt der 48jährige Niederländer in Diensten der DESG, “Christian ist sehr erfahren und kann den Umstieg vom Sommertraining auf das Eis schneller vollziehen als die anderen aus meiner Trainingsgruppe, die doch etwas länger Eis unter den Kufen brauchen, bis es so gut läuft.”

Die Trainingsgruppe des Grefrather Bundestrainers hatte sich für eine etwas andere Vorbereitung auf die Olympiasaison entschieden. Sie verzichtete auf das Roll-Trainingslager in Font Romeu und absolvierte dafür das Eistraining in Calgary. Coopmans: “Ob das die richtige Entscheidung war, wird sich erst im Winter zeigen.”

DIES & DAS

ALS FAN ZU OLYMPIA.
Reisen zu den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin organisiert der Landesportbund Thüringen. Eine zehntägige Reise mit An- und Abreise (Bus ab Erfurt), sowie vier Eintrittskarten für olympische Entscheidungen (darunter Eisschnelllauf) kostet 1990 Euro.

NIEMANN IM RUDERBOOT.
In einer für sie ungewohnten Sportart versuchte sich die Erfurter Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann im Rahmen der ZDF- Fernsehsendung “Die Cleversten – Der große Drei-Länder-Check”. Sie gehörte neben weiteren prominenten Sportlern wie Weitsprung- Olympiasiegerin Heike Drechsler und Boxer Sven Ottke zum Deutschland-Achter im Rudern, der sich gegen Prominenten-Mannschaften aus Österreich und der Schweiz durchsetzte. “Für mich ist das ein Spaßrennen”, sagt die dreimalige Olympiasiegerin Niemann-Stirnemann, “man braucht Arm und Beinkraft, da sehe ich sicher nicht so schlecht aus. Die größte Kunst besteht darin, nicht ins Wasser zu fallen.”

QUIZSHOW.
Anni Friesinger, aktuelle Weltmeisterin Mehrkampf, über 5000 Meter und im Mehrkampf, gehört zu einer Reihe prominenter Teilnehmer der Quizshow “CLEVER – Die Show, die Wissen schafft” des Fernsehsenders SAT.1. Die zunächst 13 Folgen werden jeweils montags 20.15 Uhr ausgestrahlt.

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