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Alles zum Eisschnelllauf - Neuigkeiten und Ergebnisse

DESG-News vom 07.März 2006

Autor: Redaktion Tuesday, March 7th, 2006 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf

Deutsche Damen holen fünf von sechs Weltcups

Die Damen der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft schlossen die Weltcupsaison mit einem beeindruß­ckenden Ergebnis ab: In fünf von sechs Weltcupwertungen waren sie ganz vorn und belegen in der sechsß­ten Rang zwei.

Jenny Wolf (Berlin) gewann die Saisonwertungen über 100 m und 500 m. Anni Friesinger (Inzell) holte sich die Pokale über 1000 m und 1500 m. Claudia Pechß­stein (Berlin) wurde auf der Langdisß­tanz (3000/5000 m) Zweite hinter Cindy Klassen (Kanada). Bereits vor dem Weltcup-Finale in Heerenß­veen hatte der Gesamt-Weltcupsieg der Mannschaften festgestanden, an dem Daniela Anschütz-Thoms (3 Einß­sätze), Friesinger, Pechstein, Sabine Völker (je 2) und Katrin Kalex (1) beteiligt waren. Die Männer sind hingegen von der Weltspitze entfernt: Im Endklassement waren Christian Breuer (18. über 1500 m), der in Heerenveen wegen Verletzung fehlte, sowie Robert Lehmann (20. über 5000/10’000 m) beste Deutsche.

Resultate vom Weltcup-Finale

Fotos

Sechsländerkampf als Generalprobe für Junioren-WM

Beim in Berlin ausgetragenen Sechsländerkampf (GER – NED – ITA – USA – CAN – JPN) eine Woche vor den Junioren-Weltmeisterschaften gab es auf den Einzelstrecken einige starke deutsche Einzelleisß­tungen. So gelang über 500 m Jenß­nifer Plate ein Streckensieg, über 1500 m wurden Stephanie Beckert und Sascha Rauschenbach jeweils Dritte. Beste Mehrkämpfer waren Plate sowie Nico Dorsch, die jeß­weils Siebente wurden. Junioren-Bundestrainer Peter Wild: “Das war schon fast mehr, als wir erwarten konnten. Dennoch sollte man keine übertriebenen Erwartungen in die JWM stecken, da gegenüber dem Berliner Feld noch einige starke Läufer hinzukommen. Eine Mehrkampf-Medaille in Erfurt ist nicht realistisch. Wir hoffen auf Top-3-Platzierungen auf einer Einzelstrecke und mit der Mannschaft.” Im Teamrennen konnten die deutschen Junioren beim Länderkampf in Berlin aber noch nicht überzeugen.

Ergebnisse aus Berlin

Fotos vom Sechsländerkampf

Erfurt erwartet beste Junioren der Welt

Rund 120 Sportler aus 22 Nationen erwarten die Erfurter Gastgeber vom 10. bis 12. März in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle zu den 33. Weltmeisterß­schaften der Junioren im Eisschnellß­lauf. Wissenswertes rund um die Titelkämpfe:

1971 beschloss der Weltverband ISU die Austragung von Junioren-Titelkämpfen, die zunächst 1972 und 1973 inoffiziell (als ISU-Meisterschaften) und ab 1974 offiziell als Weltmeisterschaften ausgeß­tragen wurden. Seit Anfang an wurden Weltmeister im Mehrkampf ermittelt (Juniorinnen: 500, 1000, 1500 und 3000 m; Junioren: 500, 1500, 3000 und 5000 m), die WM-Titel im Mannschaftslauf (Juniorß­innen: 6 Runden; Junioren: 8 Runden) kamen nach viermaliger Demonstration (1997-2000) ab 2001 ofß­fiziell hinß­zu. Die Sieger auf den Einzelstrecken sind zwar offiziell keine Weltmeister, werden aber dennoch mit Urkunden und etwas kleineren Medaillen offiziell geehrt.

Bisher erfolgreichster Teilnehmer an JWM ist mit drei Junioren-Weltmeistertiteln im Mehrkampf Angela Stahnke aus Berlin. Nimmt man Mannschafts-WM-Titel hinzu, kommen auch Frédérique Ankoné, Elma de Vries (Niederlande) und Yeo Sang-Yeop (Südkorea) auf drei JWM-Siege. Je zweimal JWM-Gold holten Beth und Eric Heiden (beide USA), Walerij Guk (Sowjetunion), Tomas Gustafson (Schweden), Falko Zandstra, Bob de Jong, Sven Kramer, Jorien Voorhuis, Mariska Huisman, Tessa van Dijk, Annette Gerritsen, Ireen Wüst (alle Niederlande) sowie die Berlinerinnen Monique Garbrecht und Ulrike Adeberg. Weitere deutsche Junioren-Weltmeister waren Manfred Winter (Mylau/Karl-Marx-Stadt), Michael Spielmann (Berlin), Heike Lange (Rostock/Berlin), Cornelia Dick (Karl-Marx-Stadt), Anke Baier (Eisenach/Erfurt), Franziska Schenk (Erfurt) und Anni Friesinger (Inzell).

Nach Inzell 1977 und Berlin 1994 finden in Erfurt zum dritten Mal Junioren-Weltmeisterschafß­ten in Deutschland statt. In Erfurt finden die JWM erst zum fünften Mal in einer Halle statt (nach Calß­gary 1991+1996; Berlin 1994; Groningen 2001), 28 JWM fanden unter freiem Himmel statt. Die extremß­sten Bedingungen gab es dabei am 19. Februar 1974 auf der Natureisbahn von Cortina d’Ampezzo: Warmer Föhn hatte das Eis weich wie Butter gemacht. Für die deswegen von 5000 auf 3000 m verkürzß­te letzte Distanz benötigten die Männer zwischen 6:20 und 8:00 Minuten.

Bisher holten bei Junioren-Weltmeisterschaften zehn Thüringer WM-Medaillen bzw. verbuchten Streckensiege: Anke Baier (Silber 89 und 90, Gold 91, 3 Streckensiege), Sabine Völker (Bronze 91, Silber 92), Franziska Schenk (Gold 1993, 3 Streckensiege), Heike Hartmann (Bronze 00, Silber 01, Team-Silber 01, 3 Streckensiege), Judith Hesse (Team-Silber 01, Bronze 02, 1 Streckensieg), Robert Lehmann (Silber 03, 1 Streckensieg), Heike Schalling (1 Streckensieg), Rene Taubenrauch (1 Streckensieg), Stephanie Beckert (Team-Bronze 05) und Karoline Zillmann (Team-Bronze 05).

Im Eintrittspreis von 5 Euro ist wahlweise eine Thüringer Bratwurst oder ein Getränk (Bier oder alkoholfrei) enthalten. Karten sind an der Tageskarte erhältlich. Die feierliche Eröffnung ist am Freiß­tag, 12.30 Uhr, die Rennen beginnen 13 Uhr (500 m Jungen, 500 m Mädchen, 3000 m Jungen). 13 Uhr ist auch der Beginn am Sonnabend (1000 m Mädchen, 1500 m Jungen, 1500 m Mädchen) und Sonntag (3000 m Mädchen, 5000 m Jungen, Mannschaft Mädchen, Mannschaft Jungen).

Neben den Entscheidungen auf dem Eis gibt es in der Gunda-Nieman-Stirnemann-Halle noch einen weiteren Wettbewerb. Am Rande der JWM werden 300 Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen zum Thema Eislaufen ausgestellt. Eine Jury kürt die besten Zeichnungen, außerdem wird eine Sonderpreis vergeben, dessen Sieger durch Publikumswahl ermittelt wird.

Bei den Junioren-WM werden rund 120 Eisschnellläufer aus 22 Ländern erwartet. Die Sportler kommen von drei Kontinenten, und zwar aus Europa (16 Länder), Asien (China, Südkorea, Japan, Kasachstan) und Nordamerika (Kanada, USA). Prominenteste Teilnehmer sind:

Das deutsche Aufgebot umfasst 8 Läufer. In den Einzelrennen können je 3 Mädchen und Jungen eingesetzt werden, ebenso im Mannschaftsrennen. Juniorinnen: Stephanie Beckert (Erfurt), Jennifer Plate (Berlin) Angie Fischer (Chemitz), Bente Kraus* (Berlin). Junioren: Arne Becker (Berlin), Eric Rauß­schenbach (Erfurt), Nico Dorsch (Berlin), Philipp Kozalla (beide Erfurt). *) ersetzt Justine Zeiske (verletzt)

Homepage der Junioren-WM

Shorttrack-Junioren-DM: Drei Titel nach Dresden

Bei den Deutschen-Junioren-Meisterschaften der Shorttracker in Mannheim war der EV Dresden mit drei Meistertiteln, dreimal Silber und zweimal Bronze der erfolgreichste Verein vor SLIC München (2/2/1), Turbine Rostock (2/1/1), dem Mannheimer ERC (0/1/2) sowie dem EC Oberstdorf (0/0/1). Am Start waren 63 A- bis D-Junioren aus sieben Vereinen.
Die Meister. Junioren A: Robert Seifert (Dresden), Junioren B: Hannes Kröger (Rostock), Junioren C: Jonas Kaufmann-Ludwig, Junioren D: Kevin Falkner (beide München), Juniorinnen A/B: Bianca Walter (Dresden), Juniorinnen C: Natalie Prescher (Rostock), Juniorinnen D: Mandy Vogt (Dresden).

Alle Ergebnisse

In München um Shorttrack-Meistertitel und WM-Tickets

Am Sonnabend und Sonntag ermitteln die besten deutschen Shorttracker in der Münchner Olympia-Halle ihre nationalen Meister im Mehrkampf und auf den olympischen Einzelstrecken. Zudem geht es um die Einzel- und Staffel-Starter für die Weltmeisterschaften vom 30. März bis 2. April in Minneapolis (USA). Dabei wollen sich neben den etablierten Olympiastartern auch weitere “junge Wilde” wie Julia Riedel, Robert Seifert oder Paul Herrmann für einen WM-Start ins Gespräch bringen. Für den Titelkampf haben 21 Herren und 18 Damen gemeldet, darunter die Olympiasiebente Yvonne Kunze (Dresden), der Olympia-Zehnte Sebastian Praus (Mainz) und Mehrkampf-Titelverteidiger Arian Nachbar (Rostock). An beiden Wettkampftagen ist der Eintritt frei.

Homepage der “Deutschen”

DIES & DAS

WM-VERZICHT.
Für Anni Friesinger ist die Saison mit dem Weltcup-Finale beendet. “Die Batterien sind leer. Ich höre jetzt auf meinen Körper, und der sagt nein”, so die Inzellerin, “zwei Wochen reichen nicht, um meine angeschlagenen Bronchien in den Griff zu bekommen.” Für Friesinger rückt nun Lucille Opitz auf den freigewordenen Startplatz neben Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms. Bei den Herren hat die DESG nur einen Startplatz, für den Tobias Schneider qualifiziert ist.

WM-Homepage

VIKING-RACE.
Während die besten Junioren U 19 in Erfurt um WM-Titel laufen, geben sich die jüngeren Junioren der Altersklassen 13 bis 17 ein Stelldichein in Heerenveen. Das Viking-Race zum Saisonende ist traditionell die wichtigste internationale Standortbestimmung dieser Jahrgänge.

Homepage Viking-Races

Eisschnelllauf im Fernsehen

Sonnabend (11 März) 19.00-19.30 Uhr === MDR Thüringen “Thüringen-Journal” u. a. mit einem Beitrag von den Junioren-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer in Erfurt

Sonntag (12 März) 19.00-19.30 Uhr === MDR Thüringen “Thüringen-Journal” u. a. mit einem Beitrag von den Junioren-Weltmeisterschaften der Eisschnellläufer in Erfurt

Sonntag (19 März) 10.15-17.00 Uhr === ZDF “Sport extra” u. a. mit einer Zusammenfassung von den Eisschnelllauf-WM der Mehrkämpfer in Calgary. Reporter: Wolf-Dieter Poschmann

Sonntag (19 März) 17.10-18.00 Uhr === ZDF “Sportreportage” u. a. mit einem Beitrag von den Eisschnelllauf-WM im Mehrkampf in Calgary; Moderation der Sendung: Rudi Cerne

Sonntag (19 März) 23.40-0.40 Uhr === ZDF “Sport extra” u. a. mit einer Zusammenfassung von den Eisschnelllauf-WM der Mehrkämpfer in Calgary. Reporter: Wolf-Dieter Poschmann

Alle Angaben ohne Garantie.

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