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Alles zum Eisschnelllauf - Neuigkeiten und Ergebnisse

DESG-Nachrichten vom 15. Januar 2007

Autor: Redaktion Dienstag, Januar 16th, 2007 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf

Eisschnelllauf-EM: Keine Medaille – aber auch kein „Debakel“

Von den Mehrkampf-Europameisterschaften im italienischen Klobenstein (Collalbo) sind die erfolgsverwöhnten deutsche Eisschnellläufer zwar ohne Medaille zurückgekehrt (nach 26 EM mit deutschen Medaillen), das von manchen beschworene Debakel war es aber keineswegs. Daniela Anschütz-Thoms (Erfurt/Bild rechts) und Claudia Pechstein (Berlin) haben als Vierte und Fünfte eine Medaille nur knapp verpasst, Lucille Opitz und Katrin Mattscherodt sorgten mit Platz 8 und 14 dafür, dass die DESG auch bei den Weltmeisterschaften vom 9. bis 11. Februar in Heerenveen mit dem Maximalkontingent von vier Startern dabei ist (ebenso EM 2008). Tobias Schneider (Berlin) als 7. und Stefan Heythausen (Grefrath) als 14. erliefen die beiden möglichen WM-Startplätze bei den Herren und sicherten einen dritten EM-Startplatz für 2008.

„Von einem Debakel kann überhaupt keine Rede sein, wir haben hier mit Platz 4, 5, 8 und 14 ein hervorragendes Mannschaftsergebnis eingefahren, obwohl die Deutsche Mehrkampf-Meisterin Anni Friesinger gefehlt hat, die sich bekanntlich auf die Sprint-WM konzentriert“, so Damen-Bundestrainer Eicher, „gut, Claudia Pechstein war vor allem am zweiten Tag nicht auf der Höhe ihres Anspruchs, aber solch schwarze Tage hat jeder einmal, ich bin überzeugt, dass das nicht ihr letztes Wort war.“ Sehr stark hat sich Eicher zufolge Daniela Anschütz-Thoms präsentiert. „Sie hat auf der Abschluss-Strecke nochmal alles gegeben, lag bis zwei Runden vor dem Schluss auf Medaillenkurs, musste am Ende aber dem hohen Angangstempo Tribut zollen. Ohne das Missgeschick über 500 Meter wäre es bestimmt eine Medaille geworden.“ Sein Kollege Herren-Bundestrainer Bart Schouten sagte: „Tobias Schneider hatte einen verkorksten ersten Tag, sowohl die 500 als auch die 5000 Meter kann er besser. Am zweiten und dritten Tag hat er gezeigt, wie stark er ist. Auch Stefan Heythausen hat überzeugt, zumindest über 1500 und 5000 Meter.“

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Shorttrack: Grassow beste Deutsche bei Junioren-WM

Mit einem totalen Triumph des südkoreanischen Shorttrack endeten die Junioren-Weltmeisterschaften U 19 im tschechischen Mladá Boleslav (Jungbunzlau). Die Südkoreaner holten im Mehrkampf der Juniorinnen und Junioren alle sechs Medaillen und gewannen außerdem beide JWM-Titel im Staffellauf. Beste Deutsche war die 18jährige Dresdnerin Tina Grassow (Bild links) auf Platz 17. Die Juniorinnen-Staffel verpasste den Finaleinzug nur knapp, lief aber Deutschen Junioren-Rekord.

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Eisschnelllauf: Anni Friesinger Mitfavoritin bei Sprint-WM

Bei den Weltmeisterschaften im Sprint-Vierkampf am kommenden Sonnabend und Sonntag (20./21. Januar) in der 1994er Olympiahalle von Hamar ist Anni Friesinger (Bild rechts) eine der Favoritinnen auf den Titel bei den Damen. Die Inzellerin hatte trotz ihres Deutschen Meistertitels im Mehrkampf auf die EM in Klobenstein verzichtet, um sich voll auf die Sprint-WM konzentrieren zu können. Die weiteren deutschen Starter in Hamar sind die Deutschen Sprint-Meister Jenny Wolf und Samuel Schwarz (beide Berlin) sowie Jan Friesinger (Inzell), Pamela Zoellner und Judith Hesse (beide Erfurt). Die deutsche Mannschaft reist am Mittwoch nach Hamar.

Hesse hatte sich das letzte WM-Ticket nach einer internen Ausscheidung am Sonntag in Berlin gesichert, wo sie sich sowohl über 500 m (40,01 s) als auch über 1000 m (1:18,98 min) gegen ihre Mitbewerber durchsetzte. „Nach ihrer Verletzungspause durch eine Zerrung war das noch nicht optimal, aber eben besser als die Konkurrenz“, sagte ihr Heimtrainer Stephan Gneupel, „in Hamar ist sie sicher noch etwas schneller.“ Sehr schnell präsentierten sich bei Testwettkämpfen indessen Anni Friesinger und Jenny Wolf. Friesinger lief in Inzell für Freiluftverhältnisse herausragende 38,89 s (500 m) und 1:16,68 (1000 m), Wolf kam in Berlin auf starke 38,54 s. Bei den Herren lief Jan Friesinger in Inzell 36,76/1.12,81; Samuel Schwarz in Berlin 36,74/1.12,53.

Homepage der Sprint-WM | Teilnehmerliste

Zeitplan der Sprint-WM.
Freitag (19 Jan):
18 Uhr Auslosung.
Sonnabend (20 Jan): ab 12 Uhr 500 m (1. Lauf) Damen u. Herren; anschl. 1000 m (1. Lauf) Damen u. Herren.
Sonntag (21 Jan): ab 12 Uhr 500 m (1. Lauf) Damen u. Herren; anschl. 1000 m (1. Lauf) Damen u. Herren; anschl. Siegerehrung.

Sprint-WM im Fernsehen:
Sonnabend
im ZDF innerhalb der Sendung „Sport extra“ von 8.50 Uhr bis 19 Uhr
Sonntag im ZDF innerhalb der Sendung „Sport extra“ von 10.15 Uhr bis 19 Uhr

Shorttracker wollen Medaillen bei Europameisterschaften

In den Staffelrennen und möglichst auch in der Einzel-Mehrkampfentscheidung kämpfen die deutschen Shorttracker von Freitag bis Sonntag (19. bis 21. Januar) im britischen Sheffield um Medaillen. „Bei den Staffeln ist sicherlich eine Medaille Pflicht, bei den Männern wollen wir sogar mit um Gold kämpfen“, sagte Shorttrack-Bundetrainer Markus Tröger, „in den Einzelrennen kommt es sehr stark auf die Tagesform an, aber zumindest bei den Männern hoffe ich, dass wir mit ganz vorn reinlaufen. Sebastian Praus und Paul Herrmann haben sich im Vorbereitungslehrgang sehr stark präsentiert, und Tyson Heung hat zusammen mit kanadischen Spitzenläufern trainiert.“ Der für Mainz startende Praus (Bild) und die Dresdner Herrmann und Heung sind die Männer-Einzelstarter, das Staffelaufgebot komplettieren Robert Becker (Dresden) und Torsten Kröger (Rostock). Bei den Damen hat die DESG nur zwei Einzelstartplätze, für die Christin Priebst (Dresden) und Susanne Rudolph (Grafing) vorgesehen sind, zur Staffel gehören außerdem Tina Grassow, Julia Riedel und Bianka Walter (alle Dresden). Walter rückte kurzfristig für Aika Klein (Rostock) ins Aufgebot. Klein laboriert noch an einem Infekt.

EM-Ergebnisse (wenn vorliegend)

Zeitplan der EM

Freitag (19 Jan): ab 16 Uhr (17 Uhr MEZ) 1500 m Vorläufe; 18 Uhr Eröffnungsfeier, anschl. Fortsetzung der 1500 m (Damen+Herren) bis zum Endlauf; anschl. Staffel-Vorläufe (Damen+ Herren); Ende gegen 22.30 Uhr (23.30 Uhr).
Sonnabend (20 Jan): ab 13 Uhr (14 Uhr) 500 m (Damen+ Herren) Vorläufe bis Entscheidung; anschl. Staffel-Vorläufe (Damen+Herren); Ende gegen 18.30 Uhr (19.30 Uhr).
Sonntag (21 Jan): ab 11.30 Uhr (12.30 Uhr) 1000 m (Damen+Herren) Vorläufe bis Entscheidung; anschl. 1500-m-Superfinals d- Mehrkampfbesten (=EM-Mehrkampfentscheidung Damen+Herren); anschl. Staffel-Finals (=EM-Staffelentscheidung Damen+Herren); Ende gegen 18.30 Uhr (19.30 Uhr)

DIES & DAS

UNIVERSIADE. Sieben deutsche Eisschnellläufer starten bei der Winter-Universiade in vom 17. bis 27. Januar in Turin, den Weltsportspielen der Studenten. Die Eisschnellauf-Entscheidungen werden vom 18. bis 23. Januar auf der Olympiabahn im „Oval Lingotto“ ausgetragen, und zwar in allen olympischen Disziplinen (einschließlich Mannschaft). Das von Trainer Andre Unterdörfel betreute Team besteht aus Thomas Schwarz (Technische FH Berlin), Ariane Dubiel (Humboldt-Uni Berlin), Franziska Petereit (Technische FH Berlin), Matthias Schwierz (Hochschule Furtwangen), Nadine Seidenglanz (Humboldt-Uni Berlin), Patrick Wirth (FH Berlin), Daniel Zschätzsch (Goethe-Uni Frankfurt/Main). Ohne deutsche Beteiligung gehen hingegen in der Olympia-Eishalle „Palavela“ die Shorttrack-Wettbewerbe über die Bühne, die auf allen Olympiadistanzen plus 3000 Meter ausgetragen werden. – Universiade-Homepage

JWM-LEHRGANG. Der Kaderkreis für die Junioren-WM, die vom 23. bis 25. Februar in Innsbruck stattfinden, trainiert in „Höhenluft“, und zwar vom 13. bis 15. Januar in Inzell und danach bis 25. Januar in Klobenstein. Zum JWM-Kader gehören Bente Kraus, Felicitas Fettke, Jane Halfpap, Veit Dubiel (alle Berlin), Alexej Baumgärtner (Chemnitz), Eric Rauschenbach, Justine Zeiske und Patrick Beckert (alle Erfurt). Dazu kommt die Erfurterin Stephanie Beckert, die allerdings als Weltcupstarterin die JWM-Vorbereitung anders bestreitet. – JWM-Homepage

GENESUNG. Der verletzte Shorttracker Robert Seifert (Dresden) ist seit der erfolgreich verlaufenen Sprunggelenkoperation Mitte Dezember auf dem Weg der Besserung und wartet mit Ungeduld auf die Zusage für eine stationäre Rehabilitation. „Der Gips ist seit Weihnachten ab und ich mache schon erste ßbungen, kein schweres Training, aber zumindest etwas, um dem Muskelschwund entgegenzuwirken“, so Robert Seifert, „zudem versuche ich Schulstoff aufzuholen, die Lehrer besuchen mich daheim.“ Am Wochenende hat er mit Interesse die Junioren-WM verfolgt, bei denen er im Vorjahr die 500 m gewonnen hatte. Außer mit Schularbeiten und Physiotherapie vertreibt sich Seifert die Zeit mit E-Mailen, Internet-Surfen und Lesen. „Ich hoffe, dass es mit der Reha bald klappt“, so der Sachse, „mein Vater und Dr. Bottesi setzen sich sehr dafür ein. Überhaupt haben beide sich unheimlich für mich engagiert, sonst wäre ich sicherlich nicht schon so weit genesen.“

DESG-JAHRESTAGUNG. Das „Trainerseminar“ mit allen DESG-Trainern, dem Präsidium, den Fachreferenten und weiteren Fachleuten findet nach der Saison vom 26. bis 30. April 2007 auf Schloss Liebenberg statt (bitte Terminverschiebung beachten!). Traditionell wird auf dieser Jahrestagung die detaillierte Auswertung der abgelaufenen Saison vorgenommen und die neue Saison konzeptionell vorbereitet.

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