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Geschichte des Eisschnellauf

WannWoWas
3000 v.u.Z.EuropaDie ersten Eisläufer waren auf Knochen unterwegs. Die ältesten Funde von Knochenschlittschuhe in Nordeuropa werden auf die Jungsteinzeit (4000-1750 v.Chr.) zurückgeührt. Als Material dienten Pferde- oder Rindermetapodien (Mittelfußknochen), die nur grob zugerichtet wurden. Die Gleitfläche wurde etwas geglättet, ein Ende zugespitzt und eine oder zwei Bohrungen zum Festschnüren der Knochen am Fuß angebracht. Die Fortbewegung erfolgte – ähnlich wie heute beim Skifahren – mit Hilfe von Stöcken. Damit konnten die Behausungen schneller erreicht werden, aber auch die Jagd ausgedehnt werden.
1000 v.u.Z.BerlinFunde von Knochenschlittschuhen auf dem mittlerweile versandeten Spandauer Stresow werden auf diese Zeit datiert. Im märkischen Museum in Berlin sind diese ältesten Funde auf deutschen Gebiet zu besichtigen.
um 1000ChinaWährend der Song Dynastie ist das Eislaufen auch in China überliefert
1150SkandinavienHolzschlittschuhe tauchen in Erzählungen und Sagen dieser Zeit auf.
1190EnglandFitz Stephan erwähnt in „British Enclopedia“ Eislauf als Sport und Vergnügen. er schreibt über das Laufen auf den Fenn, den Mooren und überfluteten Wiesen in London und Umgebung. Dabei beschreibt er junge Männer die auf Knochen „So schnell wie ein Vogel in der Luft oder der Bolzen aus einer Armbrust“ über das Eis glitten
ca. 1280NordamerikaIndianer spielen ein dem heutigen Eishockey ähnliches Spiel auf dem Eis
1300HollandErster Holzschlittschuh mit Eisenschiene. Dieser verbreitet sich schnell in Europa. Dabei endete die Laufschiene bereits unter der Hackenmitte, da das letzte Stück des Schlittschuhes zum Bremsen genutzt wurde. Diese Konstruktion wurde erst gegen Ende des 19.Jahrhunderts abgelöst.
ab 1300HollandErste Wettkämpfe im Eiswettrennen finden in dieser Zeit statt
1396HollandDie Jungfrau Lydwina von Schiedam (1380-1433) verunglückt beim Eislaufen, 1616 wird sie selig gesprochen und wird die Schutzpatronin des Eislaufens
ab 1400HollandZahlreiche Bilder von Hubert van Eyck (1370-1423), Jan van Eyck (1395-1441), Peter Bruegel (1525-1570), Martin de Vos (1532-1603), Hans Bol (1534-1593), Rembrandt van Rijn (1606-1669), Hendrik Averkamp (1585-1663), Adriaen Brouwer (1605-1638) u.a. stellen Szenen des Eislaufens dar. Erkennbar ist das sowohl Arme wie auch Reiche, Frauen, Männer und Kinder sich dem Eislaufen widmeten. Da es in Holland Grachten und weitere Eisflächen in Überfluss gab, dürfte schon damals dort das Eislaufmekka gewesen sein
1470HollandEislauf als Volkssport (Holländisches Winterlied)
1483EnglandJames Eccleston erwähnt in „British Antiquities“ Metallkufen die aus Holland stammen
1604AmerikaErste Zeichnungen über Eislauf in Amerika
1632KanadaPater Sagard schreibt in seinem Buch „Long voyage in Huron country“ über die Huronen, die Eislaufen und dabei Spiele mit Schlägern und Bällen veranstalten
1640DeutschlandJohann Amos Comenius (1592-1670) der bedeutendste Didakt und Pädagoge des 17.Jahrhunderts empfiehlt den Schlittschuhlauf ür die Jugend
ab 1650DeutschlandEislauf wird auch in Deutschland Freizeitvergnügen, durch Verbote wird das einfache Volk aber oft ausgeschlossen
1660EnglandRückkehr der englischen Königsfamilie aus der Verbannung in Holland. Eislaufen wird danach stark gefördert wie es aus den Memoiren von John Evelyn (1662) und Samuel Pepys (1664) ersichtlich ist
ab 1700FrankreichIn Gemälden von Claude Gillot (1673-1722), Francois Boucher (1703-1770), Antoine Watteau (1684-1721) u.v.a. ist das Eislaufen dargestellt. Das auch in Frankreich die Frauen und auch die ärmere Bevölkerung auf dem Eis zu finden ist, zeigt das Gemälde von Nicolaus Lancret (1690-1743)
1707DeutschlandIm in Würzburg erschienenen Werk „Huy ! und Pfuy! der Welt“ von Abraham (bürgerliche Name: Johann Ulrich Megerle er lebte 1644-1709), sind auf zwei der Kupferstiche Schlittschuhläufer zu sehen
1711EnglandJonathan Swift (1667-1745) der Autor von „Gullivers Reisen“ schreibt über Eislauf im St.James Park
ab 1720EnglandWilliam Hogarth (1697-1764) stellt in zahlreichen Kupferstichen das Eislaufen in England dar
1742EdinburghGründung des ersten überlieferten Eislaufvereins der Welt in Schottland (The Edinburgh Skating Club). Um in den Club aufgenommen zu werden mussten die Antragsteller ein Prüfung ablegen. Der Kandidat musste dabei sowohl auf dem rechten wie auch auf dem linken Bein einen geschlossenen Kreis laufen können und zudem über drei aufeinander gestellte Hüte springen können.
ab 1750DeutschlandDie berühmten deutschen Dichter Lessing (1729-1781), Goethe (1749-1832), Klopstock (1724-1803) u.a.. finden gefallen an dem Eislauf, und sorgten mit ihren Gedichten und Preisungen ür eine weitere Verbreitung des Eislaufs in Deutschlands. Kloppstock gibt in Hamburg sogar selbst Eisunterricht.
1763EnglandErster bekannter Wettkampf in den Fens nahe Cambridge. Teilnehmer waren zwei Läufer aus der englischen Adelsschicht. Der Sieger erhielt einen Preis von 10 Guineen (was 10,5 Pfund entspricht und damals viel Geld war). Für die offiziellen 15 Meilen (ca. 24 Kilometer) benötigte der Gewinner damals 46 Minuten. Vermutlich war die Strecke bei dieser Zeit aber sehr viel kürzer gewesen.
1763LondonDer 25 jährige Maler Benjamin West (1738-1830) aus Philadelphia in den USA trat vor einem größeren Publikum auf dem Eis des Rosamond Pont auf und begeisterte die Zuschauer mit seiner Schnelligkeit und einigen wagemutigen Figuren.
1772EnglandDer Leutnant der Artillerie Robert Jones schreibt das erste Buch über das Eislaufen. In „A Treatise on Skating“ beschreibt er verschiedene Eislauffiguren
1784DeutschlandJohann Peter Frank (1745-1821) empfiehlt in seinem sechsbändigen Werk „System einer vollständigen medicinischen Polizey“ ganz eindringlich das Schlittschuhlaufen, „da er keine Bewegung kenne, die dem Körper zuträglicher wäre, und ihn besser stärken könne“ Und mit einem Seitenblick auf das benachbarte Holland wünscht er „dass auch das weibliche Geschlecht daran teilnehme“ und schreibt „dass sich dieses in den Niederlanden kräftig genug ühle, um der Kälte mit flinkem Fuße Trotz zu bieten, während unsere zimperlichen Dinger hinter dem Ofen Filet stricken“
1785DeutschlandDer Kurürst von Trier verbietet das Eislaufen auf der Mosel und droht drakonische Strafen an: „Der ergriffene Kontravenient soll öffentlich mit Ruten gestrichelt werden“
1788DeutschlandDer Dessauer Mathematiklehrer G.U.A. Vieth (1763-1836) schreibt erstmals ausgiebig über den Kunstlauf. Diesen lehnte Goethe im übrigen kategorisch ab.
1788WienIm Buch „Annehmlichkeiten in Wien“ von Joachim Perinet (1763-1816) ist einiges über den Eislauf zu erfahren
1790SchweizJohann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827) empfiehlt das Eislaufen ür die Jugend
um 1800DeutschlandDas einfache Volk kann sich oftmals keine Holzschlittschuhe leisten und ist teilweise auf Ochsenrippen auf dem Eis unterwegs
um 1800DeutschlandAnfang des 19.Jahrhunderts sorgten die Anregungen von Vieth, Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) und Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) in ihren Schriften über Gymnastik und Turnen ür einen weiteren Aufschwung des Eislaufens
1801NiederlandeErstes überliefertes Wettrennen zweier Frauen in Groningen über 30 englische Meilen
1805NiederlandeBei Frauenrennen in Leeuwarden gehen 130 Teilnehmerinnen an den Start
1813Frankreich„Le vrai Patineur“ von J.Garcin ist das erste französische Buch über das Eislaufen. Auf den 94 Seiten sind neben der Beschreibung des Eislaufs, auch 8 Bilder (zumeist Radierungen) zu sehen
1815BerlinDie allererste öffentlich betriebene Eisbahn in Berlin öffnete auf dem Spreekanal ihre Pforten. Es dürfte sich dabei um die erste professionell bewirtschaftete Eisbahn in Deutschland überhaupt handeln.
1823LondonEin ür jedermann offenes Rennen findet in London statt. Es gab kein Preisgeld, demnach eines der weltweit ersten überlieferte Amateurrennen
1825DeutschlandChristoph Siegmund Zindel veröffentlicht in Nürnberg das erste deutsche Buch über das Eislaufen: „Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren, ein Taschenbuch ür Jung und Alt“
1830LondonGründung des London Skating Club. Die Mitgliederzahl blieb unbeschränkt, konnte durch den Jahresbeitrag von ein Pfund aber auf die Ober- und Mittelschicht begrenzt werden. Zudem erfolgte die Aufnahme nur nach Ablegen einer Prüfung. Der Club erhielt das Vorrecht eines der Gewässer im Regent-Park nutzen zu dürfen, und war ausschließlich hierür gegründet worden.
1840HollandIn Dokkum kommt es zur Gründung des ersten holländischen Eislaufvereins
ab 1840DeutschlandSpritzeisbahnen in den Zentren deutscher Städte
um 1840BerlinDie deutsche Sopranistin Henriette Sonntag (1806-1854) – seit 1832 war sie Freifrau von Lauenstein – sorgt mit ihrem Eislauf ür Aufsehen
1845BerlinIn einem Brief schreibt der spätere Kaiser Friedrich III am 12.1.1845 (damals war er noch der Prinz Fritz Wilhelm von Preußen): „Das Schlittschuhlaufen macht mir jetzt große Freude, da ich gut laufen kann. ich laufe bei der Moabiter Brücke… Dort läuft die höhere Gesellschaft sowie auch meine Verwandten. Selbst Damen versuchen es“.
1847HollandIn Leeuwarden der damaligen Hochburg des Eislaufs wird der zweite holländische Verein gegründet
1848USADer Amerikaner Buswell entwickelt die ersten modernen Schlittschuhe (vollkommen aus Stahl), die Grundlage ür die später gebauten „Norwegerschlittschuhe“ werden
1848BerlinNeben den zahlreichen kleinen Eisbahnen und den jeden zugänglichen Seen gibt es in Berlin sechs große Eisbahnen bei denen es Musik, Verpflegung und Schlittschuhausleihe gibt: Eisbahn am Hamburger Eisenbahnhofe, Eisbahn auf dem Kanal des Köpenicker Feldes, Eisbahn auf dem neuen See Thiergarten, Eisbahn hinter den Zelten, Eisbahn vor dem Halleschen Thore, Graefesches Etablissement Thiergarten
1849PhiladelphiaGründung des ersten modernen Eislaufvereins, dem Philadelphia Skating Club
1861FrankfurtGründung des ersten Eislaufvereins Deutschlands Frankfurter Schlittschuhclub (aus heutiger Sicht fast ein reiner Breitensportverein)
1863Kristiana (Oslo)Die erste Eisbahn in der norwegischen Hauptstadt wurde erst 1858 angelegt, fand jedoch erstmal wenig Zuspruch. Welches Potential in Norwegen steckte, zeigte sich 1863. Am 1.März liefen 70 Akteure das erste überlieferte Wettrennen in Kristiania aus. Bemerkenswert war dabei die Zuschauerzahl. Kristiania hatte zu dieser Zeit 50000 Einwohner, beim ersten Rennen in der ür Norwegen neuen Sportart, feuerten 10000 Zuschauer die Läufer an.
1864AmsterdamDie Roei -en Zeilvereenigung „De Hoop“ veranstaltete ein Wettrennen, bei dem Schlittschuhe, Wurst, Schinken und Speck als damals wertvolle Preise ausgelobt waren. Das Ergebnis ist aus heutiger Sicht nicht so bedeutend, aber die Gründung des Amsterdamer Ysclub die nach diesem Wettkampf erfolgte, sollte in den nächsten Jahren noch Bedeutung erlangen. Denn dieser Eisklub sollte vor der Gründung der IEV ür die Veranstaltung der ersten internationalen Meisterschaften verantwortlich sein.
1864Kristiana (Oslo)Gründung des „Kristiania Skoiteklub“, der sehr schnell große Mitgliederzahlen erreichte und noch besteht
ab 1865EuropaDer Amerikaner Jackson Haines begeistert mit seinem Laufen viele Hauptstädter in Europa, nur in Berlin kommt Haines Laufstil nicht an
1865EuropaHaines bringt weiterentwickelte Schlittschuhe von Buswell nach Europa, mit denen das Laufen revolutioniert wird
1865FrankreichDer Verein „Cercle des Patineurs“ gründet sich als erster in Frankreich und bringt von 1865-1867 insgesamt 31 Zeitschriften „Le Patin“ heraus
1867EnglandWilliam See gewinnt bei einem Wettrennen. Dabei sorgt er ür die einzige Niederlage des überragenden englischen Läufers der damaligen Zeit. William „Turkey“ Smart gewann ansonsten von 1854-1868 sämtliche Rennen in England
1868OpavaGründung des Eislaufvereins Troppau
1868HamburgDer Hamburger Schlittschuhclub wird am 11.Januar gegründet (1871 bereits wieder aus dem Vereinsregister gestrichen)
1869WienDer preußische General Arthur Graf von Schlippenbach siegt beim ersten Wettkampf in Wien
1870BerlinDer Philosoph Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844-1900) ist derart vom Eislaufen begeistert, das er über die Freude beim Laufen einen Text verfasste
1872FrankfurtDer Erste überlieferter Eisschnelllaufwettkampf in Deutschland wird am 02.Januar durch den Frankfurter Schlittschuhclub veranstaltet, die Ergebnisse sind jedoch nicht überliefert
1872WienVom 05.-07.Januar 1872 fand der erste internationale Eissporttag (Kunst- und Schnelllaufen) in Wien statt, freilich war die internationale Konkurrenz mit Ausnahme der Deutschen nicht erschienen. Im Schnelllaufen triumphierte wie schon 1869 der preußische General Artur Graf Schlippenbach, der zu dieser Zeit auch der beste deutsche Kunstläufer war.
1873BraunschweigGründung des Eisbahnvereins Braunschweig
1873AugsburgGründung des Augsburger Eislaufvereins
1876LondonErste künstliche Eisbahn das „Glacarium“ in Chelsea. Im „Glacarium“ hatte Dr.John Gamnee ein Rohrsystem erbaut durch das Glitzerin gepumpt wurde. Dieses Glitzerin wurde durch eine Kühlmaschine des Schweizer Professor Raoul Pictet gekühlt. Diese Maschine arbeitete mit Schwefeldioxid, der deutsche Wissenschaftler von Linde hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ammoniak Kühlmaschine erfunden. Die Größe der Eisbahn betrug 12×7,5 Meter. Es folgten in kurzen Abständen vier weitere Bahnen in London von denen Southport (60×15 Meter) in Lancashire (1879-1889) den längsten Bestand hatte.
1876ManchesterDie erste über mehrere Monate in Folge geöffnete Kunsteisbahn wird eröffnet. Die vermutlich Ammoniak gekühlte Anlage in Manchester sorgte ür einen weiteren Aufschwung des Eislaufens in England. Der „Rusholm Ice Rink“ war aber auf Grund der hohen Preise nicht ür jedermann benutzbar.
1876HamburgGründung des ersten Eislaufvereins Deutschlands der die Veranstaltung von Wettkämpfen in seinen Vereinsaufgaben verankerte (Schlittschuhläuferverein von Hamburg-Altona 1876) am 18.Dezember
1876New YorkDie erste Eishalle mit einer Größe von 864 m2 wird eröffnet.
1878EnglandDer Neffe von William „Turkey“ Smart, George „Fish“ Smart gewinnt sein erstes Rennen und bleibt in England bis 1889 bei mehreren hundert Wettbewerben bis auf wenige Ausnahmen unbesiegt. Anschließend übernimmt der jüngere Bruder James Smart die Vorherrschaft in England
1879BonnGründung des Bonner Eisklubs
1879EnglandDie Briten gründen den ersten Verband als Zusammenschluss mehrerer Vereine. Der Bau der Eisbahnen in London und Manchester beschleunigte die Gründung des Britischen Verbandes, der am 01.Feburar 1879 in Cambridge als „National Skating Association of Great Britain“ entstand
1879EnglandDer Englische Verband veranstaltet die erste Meisterschaft von Großbrittanien über 1,5 englische Meilen ür Berufsläufer
1880EnglandDer Englische Verband veranstaltet die erste Meisterschaft von Großbrittanien über 1,5 englische Meilen ür Amateure
1880Kristiana (Oslo)Axel Paulsen stellt in 11.11,0 über 5000 Meter die erste Bestzeit auf einer der heute üblichen Strecken auf
1881FrankfurtErste künstliche Eisbahn Deutschlands. Sie bestand aus einem Wasserbassin auf deren Unterseite ein Rohrsystem von 5,3 Kilometer Länge installiert war, bei einer Bassingröße von 532 m2. Durch die Rohre wurde eine Salzlösung gepumpt, die mittels der Ammoniak Kühlmaschine des Professors von Linde gekühlt wurde.
1881HamburgHamburger Schlittschuh Club von 1881 wird gegründet (ältester noch existierender deutscher Eislaufverein)
1881HamburgZwei neue Eisbahnen eröffnen am 16.Januar ihre Pforten, darunter die Eisbahn auf dem Heiligengeistfeld die in der damaligen Zeit zu einer der bedeutensten Eisbahnen in der Welt aufsteigt.
1882WienAxel Paulsen (NOR) siegt beim ersten überlieferten internationalen Wettkampf in Europa über 1600 Meter
1882NiederlandeDer Niederländische Eislaufverband wird gegründet
1883MünchenGründung des Münchner Eislauf-Verein
1884MannheimGründung des Mannheimer Eisklubs
1884New YorkAxel Paulsen (NOR) schlägt bei Rennen in Brooklyn die amerikanischen Topläufer auf allen Strecken
1884St.PetersburgDas erste überlieferte nationale Rennen findet im Yusupoff-Park statt
1884HamburgDer Hamburger Schlittschuh Club von 1881 und der Schlittschuhläuferverein von Hamburg-Altona 1876 schreiben gemeinsam das erste internationale Preisschlittschuhlaufen ür Schnelllauf und Kunstlauf auf dem Heiligengeistfeld aus. Der Sieger im Schnelllauf soll Axel Paulsen gewesen sein, allerdings sind die Ergebnisse nicht überliefert. Trotz der hohen Eintrittspreise sollen zehntausende Zuschauer die Veranstaltung besucht haben.
1885HamburgMittlerweile gibt es allein in Hamburg 9 Eislaufvereine
1885HamburgDas erste mit Ergebnissen überlieferte Rennen in Deutschland fand am 18.Januar in Hamburg-Altona auf dem „Heiligengeistfeld“ statt. Es war nach 1884 das zweite internationale Schnelllaufen in Hamburg. Es gewann der 29 jährige Norweger Axel Paulsen aus Kristiania (Oslo) das Rennen über 3750 Meter.
1885HamburgErste Hamburger Meisterschaft endet mit Sieg des Altonaer Läufers Claus Hansen (Hamburger Schlittschuh Club von 1881)
1885LeeuwardenAuf Antrag des britischen Verbandes wird in Holland erstmals eine Einigung über die zu absolvierenden Strecken absolviert, man einigt sich auf eine Standardstrecke von einer Meile (1609 Meter). Im anschließenden Wettbewerb über vier Runden a jeweils 1 Meile siegt der Niederländer Pieter Bruinsma gegen die Konkurrenz aus Norwegen, Kanada und Großbrittanien. Die besten Norweger um Paulsen und Hagen fehlten allerdings auf Grund anderer Verpflichtungen.
1885HeerenveenAm 22.Januar stellt Wiebe H. Vries mit 58,0 über 500 Meter die erste Weltbestzeit eines niederländischen Läufers auf den heute üblichen Strecken auf
1886HamburgNach den beiden Veranstaltungen in den Vorjahren schreiben die Hamburger erstmals eine „Internationale Meisterschaft von Deutschland“ aus. Abermals setzt sich am 22. und 23.Januar Axel Paulsen auf dem Heilgengeistfeld gegen die Konkurrenz aus den eigenen Land, den Niederlanden, Dänemark und Deutschland durch. Gelaufen wurden die 1 Meile und die 3500 Meter jeweils mit einem Vorlauf und Finallauf.
1886BerlinDer erste Berliner Eislaufverein „Berliner Eislaufverein 1886“ wird gegründet. Nach einem Streit trennten sich einige Mitglieder ab und gründeten den „Eislaufverein Berlin“
1887HamburgDie Erste (inoffizielle) Deutsche Meisterschaft auf dem „Heiligengeistfeld“ endet am 17./18.Februar mit Sieg des Hamburgers J.H.Harms jr.
1887HamburgJ.H.Harms jr. stellt bei den Meisterschaften als erster Deutscher eine inoffizielle 3000 Meter Weltbestzeit auf (7.01,5) über 1500 Meter siegt er in 3.21,5
1887NiederlandeIn Slikkeveer findet der erste Wettkampf auf einer Doppelbahn statt. Es war das Zeitalter der Entdeckungen, und wenn sie nur zufällig entstanden. Im Januar 1887 fand im niederländischen Slikkeveer ein Schnelllaufen statt. Das Eis hatte schlechte Stellen, so dass zwei Läufer nicht dicht nebeneinander oder hintereinander laufen konnten. deshalb kam der Schriftührer des Niederländischen Schlittschuhläufer-Bundes auf den Gedanken, die beiden langen Seiten der Bahn, welche die Form einer Haarnadel hatte, in zwei Bahnen zu teilen, und das doppelte Bahnsystem war da. Der Läufer, welcher zuerst die innere Bahn rechts hatte, musste an der anderen Seite die äußere Bahn nehmen, sein Gegner die äußere Bahn rechts und dann die innere Bahn links. Die Biegung war nicht geteilt. Da das Rennen über 1609 Meter ging, und die Bahn auch diese Länge hatte, war diese Einrichtung sehr praktisch.
1888HamburgAm 08. und 9.September findet die erste Gründungsversammlung des Deutschen Eislaufverbandes statt an dem sieben Vereine teilnehmen.
1888AmsterdamTitelkämpfe der Profis enden mit dem Sieg von Harald Hagen (Norwegen). Die Berufsläufer durften nicht bei Amateurrennen an den Start gehen
1888TrondheimErstes Frauenwettrennen am 12.Februar über die heute üblichen Strecken. Die Norwegerin Line Bye läuft 86,2 sec über 500 Meter
1889BerlinGründung des Deutschen Eislaufverbandes. Am 20.-21.04.1889 nahmen 11 Vereine an der Gründungsveranstaltung teil: Dies waren Hamburger Schlittschuh-Club von 1881 (damals hieß der Verein noch Hamburger Schlittschuhläufer Verein von 1881), Hamburg-Altonaer Eissport-Verein, Schlittschuhläufer-Verein Hamburg-Borgfelde und Schlittschuhläufer-Verein ür Hamburg-Altona von 1876, Berliner Eislaufverein 1886, Eislaufverein Berlin, Eisbahnverein Braunschweig, Frankfurter Schlittschuhclub, Münchener Eislaufverein 1883, Wiener Eisverein 1871, Wiener Amateur Eis Club. Die beiden österreichischen Vereine gaben erst kurz nach der Gründungsveranstaltung ihr Plazet zur Gründung, so dass der Verein vom 01.10.1889 an Deutsch-Österreichischer Eislauf Verband hieß. Mit dem RV“ Sport Germania“ Stettin und dem Schlittschuh Club Ludwigshafen traten kurz danach zwei weitere Vereine bei.
1889AmsterdamDer Amsterdamer IJsclub veranstaltet vom 08.-10.Januar die ersten noch „inoffiziellen“ Weltmeisterschaften. Der Russe Panschin siegte über die halbe und über eine englische Meile, der Amerikaner Donoghue über drei englische Meilen.
1889HamburgAm 15.Januar finden die dritten inoffiziellen deutschen Meisterschaften statt, zum dritten Mal heißt der Sieger J.H. Harms jr.
1889HamburgAm 17. und 18.Januar bestreitet Deutschland seinen ersten Länderkampf. Gegner ist die Niederlande die auf allen vier Strecken (0,5, 1 und 2×2 Meilen) durch Pander,Jurrjens und Couvée einen Dreifacherfolg feiert. Meister J.H.Harms jr. ist bester Deutscher, taucht nach diesem Länderkampf aber nie wieder in einem Wettbewerb auf.
1890BerlinAm 6. und 7.April findet der dritte Verbandstag statt. Hier erfolgt die offizielle Gründung des Deutsch-Österreichischen Verbandes.
1890AmsterdamFritz Ahrendt (Hamburg) nimmt als erster Deutscher an Weltmeisterschaften teil. Mit den 5 englischen Meilen kam eine vierte Wettkampfstrecke hinzu
ca. 1890NorwegenErstmals wird mit den „Norwegerschlittschuhen“ gelaufen, die in leichten Variationen bis zur Erfindung der Klappschlittschuhe gelaufen werden. Während Kraftläufer wie Donoghue, Panschin und viele der Holländer weiter auf den losen anschnallbaren Schlittschuhen beharrten, ging die Entwicklung an Ihnen vorbei.
Die durch die Norweger benutzten fest am Stiefel sitzenden Röhrenschlittschuhe erwiesen sich als die deutlich besseren. Die Schienen dieser Schlittschuhe hatten eine Breite von nur noch 1,5 mm im Vergleich zu den 2,5-4 mm Schienen bei den Holzschlittschuhen. Der Lauf war in der Mitte erstmals höher als an den Enden, bildete also eine schwache Kurve. Zudem wurde die Schiene mehr nach hinten verrückt, was einen besseren Abstoß ermöglichte. Dadurch änderte sich auch die Laufform. Während man bei den Holländerschlittschuhen sozusagen von einem Fuß auf den anderen Sprang, was den Athleten wie Panschin sehr zugute kam, wurde mit dem Norwegerschlittschuhe langes Gleiten ermöglicht. Der spätere Weltklasseläufer Alfred Lauenburg schätzte, dass auf einer Strecke von 1500 Meter ein Zeitgewinn von 8-10 Sekunden mit den Norwegerschlittschuhen möglich war.
1891DeutschlandDie erste Ausgabe des „Deutschen Eissport“ erscheint. Die in den Wintermonaten wöchentlich aufgelegte Zeitschrift ist das offizielle Organ des Deutsch-Österreichischen Eislaufverbandes und wird nach Gründung der Internationalen Eislaufvereinigung auch deren offizielles Organ. Später wird die Zeitschrift als „Deutscher Wintersport“, „Der Eissport“ und schließlich ab 1936 als „Eis- und Rollsport“ herausgebracht, ehe 1941 das Erscheinen endgültig eingestellt wird.
1891AmsterdamErste offizielle Weltmeisterschaft
1891AmsterdamAugust Underborg (Hamburg) inoffizieller Dritter bei der WM
1891HamburgErste Europameisterschaft über die Strecken von 0,5,1 und 3 englische Meilen
1891HamburgAugust Underborg sorgt über 3 Meilen ür den ersten deutschen Streckensieg bei einer internationalen Meisterschaft
1891MünchenAm 17.Januar wird die Erste offizielle Deutsche Meisterschaft auf dem Kleinhesseloher See ausgetragen. Der ür die Berliner Eislaufverein startende Däne Emil Schou gewinnt den Titel
1891HamburgNach den gemeinsam vorbereiteten Europameisterschaften entschließen sich die Hamburger Vereine zum Zusammenschluss in einem eigenen Landesverband. Am 5.November entsteht so der Eislauf-Bezirk Hamburg-Altona.
1892MünchenDas Vereinsmitglied des Münchener EV, der Ingenieur Felix Unsöld, baute in der Münchener Galeriestraße 1892 die am längsten bestehende Kunsteisbahn der Welt. Diese Bahn hatte eine Größe von 15×38 Metern und war bis 1961 in Betrieb. In dieser Bahn hatte man von Oktober bis März Eis zur Verügung, wovon vor allem die Münchener Eiskunstläufer um Fuchs und Burger profitierten.
1892ScheveningenGründung der International Skating Union (ISU) damals als Internationale Eislaufvereinigung (IEV) vom 23.-28.Juli. Neben Landesverbänden waren aus Stockholm und Budapest auch Vereine Mitglieder. Der Deutsch-Österreichische Verband trat der Vereinigung sofort bei.
1892IEVDie IEV ührt das paarweise Laufen ein
1892ParisAls erste künstliche Eisbahn Frankreichs entstand Le Pole Nord (schloss 1898)
1892HamburgDie neue „Eisbahn an der Allee“ öffnet in Altona und bietet den Hamburger ür viele Jahre hervorragende Trainings- und Wettkampfbedingungen.
1893ParisDie berühmte Bahn „Le Palais de Glace des Champs-Elysees“ wird eröffnet. Hier fanden später zahlreiche Profirennen statt
1893IEVDie IEV ührt die metrischen Stecken ein, bei der WM 500,5000,1500 und 10000 Meter bei der EM werden die 10000 Meter noch nicht gelaufen
1893BerlinGründung des Berliner Schlittschuh-Clubs
1893BerlinAugust Underborg inoffizieller Dritter bei der EM
1894DavosDie neue Natureisbahn im schweizerischen Davos wird ür die nächsten 70 Jahre die schnellste Bahn der Welt
1895BerlinAuf dem Halensee findet am 13.Januar der erste deutsche Wettkampf auf einer Doppelbahn statt
1896HamburgErstmals wird auch bei der EM der große Vierkampf gelaufen
1896HamburgJulius Seyler (München) gewinnt erstes Gold ür Deutschland bei der Europameisterschaft
1897DeutschlandNach dem Austritt der österreichischen Vereine (diese gründen am 27.Juni einen eigenen Verband) heißt der Verband nunmehr wieder Deutscher Eislauf-Verband
1897AmsterdamJulius Seyler gewinnt zweites Gold ür Deutschland bei der Europameisterschaft, es dauert 63 Jahre bis zur nächsten Deutschen Goldmedaille
1897DarmstadtErstes bekanntes Frauenwettrennen in Deutschland über 500 Meter. Die Siegerin M.Trümpert benötigte 2.07,6 min
1897IEVDer Deutsche Eislauf-Verband tritt aus der IEV nach Regelstreitigkeiten aus. Mitglieder sind zu dieser Zeit neben einigen Vereinen die Landesverbände aus Dänemark, England, Finnland, Kanada, Niederlanden, Norwegen, Österreich, Russland, Schweden, Schweiz und Ungarn.
1898DavosJulius Seyler gewinnt Silber bei der Weltmeisterschaft
1898DavosWilhelm Sensburg (München) stellt eine neue Weltbestzeit im Rennen über 1 Stunde auf
1904IEVDer Deutsche Eislauf-Verband tritt der IEV wieder bei
1905BerlinDie bis dahin bedeutendste Eisbahn der Stadt – Die Westeisbahn – wird im Zuge der Bebauung abgerissen, an dieser Stelle wird das Oberverwaltungsgericht gebaut
1906MünchenJulius Seyler tritt nach 11 Jahren Pause wieder bei Deutschen Meisterschaften an und sichert sich prompt seinen zweiten Titel
1907BerlinDer Deutsche Eislauf-Verband ührt die 3000 Meter als offizielle Wettkampfstrecke ein
1907DeutschlandGründung von Eislaufbezirken in Deutschland aus denen später die Landesverbände entstanden
1908BerlinErster Eispalast Deutschlands. Der „Eispalast“ (1900 m2) wird mit Borsig Maschinen gekühlt. Ab 1920 ist hier das berühmte Varietee Scala zu Hause
1909WienErste künstliche Freiluftbahn. Dem Wiener Eduard Engelmann gelang auf seinem hauseigenen Eislaufplatz eine Bahnbrechende Konstruktion. Am 10.November 1909 eröffnete Eduard Engelmann die erste künstliche Eislaufbahn im Freien, sozusagen der Urvater aller heutigen Eisbahnen. Diese Bahn hatte eine Größe von 1100 m2 wurde später auf 1900 m2 und maximal sogar auf 4000 m2 erweitert. Dabei wurde NH3 mit Kompressoren von 814 Kilowatt abgekühlt und durch ein Rohrsystem von 33 Kilometern Länge gepumpt.
1909NiederlandeIn Leeuwarden startet am 2.Januar der erste Elf-Städte-Lauf über fast 200 Kilometer
1910GarmischAlfred Lauenburg sichert sich seinen siebten Deutschen Meistertitel im Mehrkampf und bleibt damit seit 1901 bei Meisterschaften ungeschlagen
1910BerlinDer „Sportpalast“ (2500 m2) gekühlt mit Quiri Maschinen wird eröffnet. Mit Unterbrechungen ist er bis nach dem zweiten Weltkrieg ür die Eisläufer nutzbar
1910IEVEinührung des Platzziffernsystems im Mehrkampf, die Titel werden nunmehr an den Athleten mit der geringsten Platzziffer in den vier Mehrkampfstrecken vergeben
1911BerlinDer deutsche Eislaufverband hat seine beste Zeit. 70 Vereine und ca. 20000 Mitglieder sind eingetragen. Trotz der zahlreichen milden Winter die auch mit Mitgliederverlusten einhergingen, spielt das Eislaufen in dieser Zeit eine große Rolle.
1911BerlinDer Admiralspalast (2500 m2) gekühlt mit CO2-Kompressoren von Escher Wyss wird eröffnet. Ab 1922 steht hier kein Eis mehr zur Verügung, es finden Vorstellungen des berühmten Metropoltheaters statt
1912HannoverAls erster der zahlreich in Deutschland neu entstandenen Eispalästen geht der Palast in Hannover in die Pleite, an Stelle des Eispalastes öffnet dort nun ein Kino
1914BerlinMit dem Ausbruch des 1.Weltkrieges und den danach politisch begründeten Startverbot, wird Deutschland ür 10 Jahre von der internationalen Bühne verschwinden, viele Eisbahnen sind zerstört, zahlreiche Sportler im Krieg gefallen. Das deutsche Eislaufen gelangt an einen Tiefpunkt.
1920BerlinDer Berliner Eislaufverein 86 geht voran und ührt bei den Vorstandswahlen nicht nur das Frauenstimmrecht ein, sondern gibt Frauen auch die Möglichkeit sich selbst in den Vorstand wählen zu lassen
1922GarmischErste „Deutsche Kampfspiele“ in denen die Wintersportverbände gemeinsam Wettkämpfe bestreiten, die Siege gehen vornehmlich nach Österreich
1922GarmischBei den ersten Deutschen Meisterschaften nach den Krieg sind sämtliche Teilnehmer Ende 20 oder älter. Der in Darmstadt geborene Eugen H. Freytag dürfte zwischen 42-44 Jahre alt gewesen sein, seinen ersten Wettkampf hatte er bereits 1896 absolviert, wobei er nach verschiedenen Quellen damals 16 bzw. 18 Jahre alt war. Damit ist Freytag der älteste Teilnehmer Deutscher Meisterschaften. Er belegte immerhin noch den 4.Platz.
1924ChamonixDie ersten Olympischen Winterspiele, das Eisschnelllaufen gehört zum Programm. Deutsche sind nicht am Start.
1924HelsinkiMit dem Berliner Hans Kleeberg jr. startet erstmals wieder ein Deutscher bei den Weltmeisterschaften
1925ISUEinührung eines Punktsystems im Mehrkampf
1925BerlinDer Berliner Verein BEV 86 bringt das Buch „Der Eissport“ heraus. Als Gastautor schreibt Alfred Lauenburg über die Geschichte und Gegenwart des Eisschnelllauf. Auf Seite 195 sind seine oft zitierten Zeilen zu lesen: „…wo nahmen diese Leute ihre Schnelligkeit eigentlich her, man hört ja fast gar nichts, nur ein feines Zischen, einen hellklingenden Ton. (…) Hier beginnt die Kunst, und selbst bei Veranlagung ist es nicht leicht, sie zu erlernen.“
1927BerlinDer Deutsche Eislaufverband bringt das Buch „Spritzeisbahnen“ als Anleitung ür Vereine und Städte zur Schaffung von Eisbahnen heraus
1928St.MoritzArthur Vollstedt (Hamburg), Erhard Mayke (München) und Fritz Jungblut (Wien) nehmen als erste deutsche Eisschnellläufer an den Olympischen Spielen teil
1930KarpaczArthur Vollstedt sichert sich wenige Tage nach seinem 38.Geburtstag seinen vierten Deutschen Meistertitel und geht damit als ältester Deutscher Meister in die Annalen ein
1932Lake PlacidSkandal bei den Olympischen Spielen, es finden Massenstarts statt, bei denen die besten Läufer aus Europa ohne Chance sind
1932Lake PlacidErstmals starten Frauen im Demonstrationsbewerb
1933OsloErste (inoffizielle) Weltmeisterschaft der Frauen endet mit dem Sieg der Österreicherin Liselotte Landbeck
1935GarmischErste (inoffizielle) Deutsche Meisterschaft der Frauen – Irmgard Sames (Berlin) siegt
1935OsloIrmgard Sames erste deutsche WM-Teilnehmerin
1935HamburgMit der Zooeisbahn wird die erste deutsche Freiluftkunsteisbahn eröffnet
1936StockholmErste (offizielle) Weltmeisterschaft der Frauen
1936GarmischWilly Sandner verbessert nach 40 Jahren den letzten offiziellen Deutschen Rekord den Julius Seyler 1896 über 10000 Meter aufgestellt hatte.
1938GarmischErste (offizielle) Deutsche Meisterschaft der Frauen – Ruth Hiller (Berlin ) siegt
1939BerlinMit dem Ausbruch des 2.Weltkrieges bleibt auch das Eislaufen wieder auf der Strecke. Trotz der bis 1943 ausgetragenen Meisterschaften gibt es kaum noch aktive Sportler, zumal sich ein Teil der besten Sportler an der Front befindet und nie wiederkehren soll.
1947BurghausenErste Deutsche Meisterschaft nach dem Krieg
1950BerlinAufschwung des Eisschnelllaufens mit dem Bau der Werner-Seelenbinder-Halle
1950Bad ReichenhallErste BRD Meisterschaft nach Gründung der Republik enden mit Siegen der Kölner Lilli Balg-Bauer und Bernd Geuer
1951Alma AtaDie erste Kunsteisbahn „Medeo“ wird eröffnet und löst Davos als schnellste Bahn der Welt ab
1951DavosBei den Weltmeisterschaften in der Schweiz startet mit dem Kölner Theo Meding erstmals nach dem Krieg wieder ein Deutscher Athlet bei internationalen Titelkämpfen. Er überrascht mit Rang 11 im Mehrkampf und Platz vier über 10000 Meter bei einem Teilnehmerfeld von 31 Startern.
1953GeisingErste DDR Meisterschaft auf dem Hüttenteich endet mit Siegen der Berliner Waltraud Thun-Scheunemann und Günter Samp
1954ISUDie 5000 Meter der Frauen werden aus dem offiziellen Wettkampfprogramm gestrichen
1956MelbourneDie 53. IOC-Session beschließt die feste Aufnahme der Frauen-Wettbewerbe ins Olympische Programm
1956DavosHelmut Kuhnert (Berlin) läuft in die Weltspitze, über 10000 Meter nur 0,6 Sekunden am Weltrekord vorbei
1959GöteborgErste künstliche 400 Meter Bahn, bei der Europameisterschaft sehen 55000 Zuschauer an zwei Tagen zu
1959InzellMit der Wiederentdeckung des Frillensees als Eislaufort beginnt der Aufschwung von Inzell als Eisschnelllaufhochburg
1960Davos62 Jahre nach Julius Seyler gewinnt Helmut Kuhnert wieder eine WM-Medaille- Bronze
1960DavosHelga Haase stellt den ersten deutschen Weltrekord des Jahrhunderts auf
1960Squaw ValleyHelga Haase holt erstes olympisches Gold ür Deutschland
1960Squaw ValleyErste künstliche 400 Meter Bahn bei Olympia
1961AmsterdamDie Jaap Eden Bahn wird als erste 400 Meter Kunsteisbahn in den Niederlanden eröffnet
1963BerlinErste künstliche 400 Meter Bahn in der DDR
1963DavosGünter Traub (Inzell) stellt den ersten deutschen Männerweltrekord des Jahrhunderts auf
1965InzellErste künstliche 400 Meter Bahn in der BRD
1968GrenobleErhard Keller holt erstes Olympisches Herrengold ür Deutschland
1969InzellErste internationale Meisterschaft in Deutschland nach dem Krieg (Europameisterschaft)
1969BerlinDie DDR streicht Eishockey aus dem Sportförderprogramm und erhöht das Engagement im Eisschnelllaufen, viele Trainer u.a. Joachim Franke wechseln zum Eisschnelllaufen
1970HeerenveenErste Europameisterschaft der Frauen
1970West AllisErste Sprintweltmeisterschaft
1971InzellErste Sprintweltmeisterschaft in Deutschland
1971InzellErhard Keller und Ruth Schleiermacher holen die ersten Weltmeistertitel ür Deutschland
1972Alma AtaDie neue Eislaufbahn „Medeo“ wird eröffnet, sie ist die schnellste Bahn der Welt
1974SchweizKleidungsrevolution: Franz Krienbühl (1929-2002) erfindet den einteiligen hautengen Anzug und verbessert damit seine Bestzeiten dramatisch. Anfangs von anderen Läufern noch ausgelacht setzt sich der Anzug ob seiner glänzenden Aerodynamik schnell durch und bei Olympia 1976 sind alle Läufer in dem hautengen Einteiler unterwegs
1974ChemnitzIn Karl-Marx-Stadt wird die Bahn im Küchwald eröffnet wo die DDR Athleten zahlreiche Landesrekorde aufstellen
1976USAErste (inoffizielle) Weltmeisterschaft im Shorttrack findet in Champaign statt
1981Meudon (FRA)Erste (offizielle) Weltmeisterschaft im Shorttrack
1983ISUDie 5000 Meter der Frauen werden wieder offizielle Wettkampfstrecke
1983MannheimErste Deutsche Meisterschaft im Shorttrack- Siege gehen an Gundi Gramminger und Stefan Kieber
1983ChemnitzBei den Weltmeisterschaften der Frauen im „Küchwald“ kommen gleich vier deutsche Frauen unter die ersten sechs, der Titel geht an Andrea Schöne vor Karin Enke
1984DeventerBei den Weltmeisterschaften gehen erstmals alle Medaillen an die Deutschen Damen
1984SarajevoIn den vier Damenentscheidungen bei den Olympischen Spielen gewinnen die Athletinnen aus Dresden 4 x Gold und 4 x Silber
1985ISUErste Weltcupsaison
1986HeerenveenErste 400 Meter Hallenbahn der Welt
1987BerlinErste 400 Meter Hallenbahn in Deutschland
1988CalgaryErste 400 Meter Hallenbahn bei Olympia. Calgary ist nunmehr schnellste Bahn der Welt
1988DresdenKarin Enke-Richter tritt als bis dahin erfolgreichste deutsche Eisschnellläuferin nach 8 Olympischen Medaillen zurück
1988CalgaryShorttrack erstmals Olympischer Demonstrationswettbewerb
1990InzellErstmals nach 1943 werden wieder Gesamtdeutsche Meister ermittelt, Markus Tröger aus Nürnberg und Heike Warnicke aus Erfurt sichern sich die Mehrkampftitel
1992AlbertvilleShorttrack erstmals im offiziellen Olympiaprogramm
1995ISUErste Weltcupsaison im Shorttrack
1996HamarErste Einzelstreckenweltmeisterschaft
1996HollandDer Klapp-Schlittschuh aus den Niederlanden sorgt ür Aufsehen
1997MalmöErste Europameisterschaft im Shorttrack
1998BudapestErste Medaille ür Deutschland im Shorttrack (Bronze der Frauenstaffel bei der Europameisterschaft)
1999OberstdorfErste internationale Meisterschaft im Shorttrack in Deutschland (Europameisterschaft)
2002Salt Lake CityClaudia Pechstein wird zur erfolgreichsten deutschen Winterolympionikin aller Zeiten. Salt Lake City löst Calgary als schnellste Bahn der Welt ab
2004SeoulAnni Friesinger sichert mit Gold über 1000 Meter den 100sten Titel im Zeitraum 1980-2004 bei Olympia, WM und EM
2006TurinBei der olympischen Premiere des Teamlaufs sichern sich Sabine Völker, Lucille Opitz, Claudia Pechstein, Anni Friesinger und Daniela Anschütz-Thoms die Goldmedaille
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