Rinks from all over the world
Dank der großen Erfolge der DDR-Damen entstand unter Regie des "großen Sportanhängers" Erich Mielke Mitte der 80-er Jahre in Berlin die zweite Eisschnelllaufhalle der Welt. Im heutigen Berliner Sportforum in Berlin Hohenschönhausen finden jedes Jahr ebenso Weltcup-Wettbewerbe statt wie im traditionsreichen Inzell.
Die Bahn auf dem Frillensee in Inzell entwickelte sich in den 70-er und 80-er Jahren zu einer wahren Weltrekordbahn. Erst mit dem Bau zahlreicher Hallenbahnen wurde diese Rekordentwicklung gestoppt.
Ebenso traditionsreich ist die Bahn im Chemnitzer Küchwald. Dort fanden zu Zeiten der DDR zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe statt. Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ist die Bahn in Chemnitz leider aus dem internationalen Wettkampfkalender verschwunden.
Ganz anders dagegen die Situation in Erfurt, wo zahlreiche erfolgreiche Sportler - allen voran natürlich Gunda Niemann-Stirnemann - dafür sorgten, dass eine moderne 400-Meter-Bahn entstand: Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle.
Im Westteil der Stadt Berlin, in Wilmersdorf, fanden in den 70-er und 80-er Jahren zahlreiche internationale Wettbewerbe statt. Mit der Wiedervereinigung verlor die Bahn jedoch an Bedeutung, die internationale Szene startet nunmehr in Berlin-Hohenschönhausen.
Nur nationale Bedeutung haben die anderen drei großen Bahnen in Deutschland. In Frankfurt, Grefath und München finden nur selten Wettbewerbe mit internationalen Stars statt. Ihre Bedeutung für die Entwicklung des deutschen Eisschnelllaufes, insbesondere der Nachwuchsentwicklung ist indes nicht hoch genug einzuschätzen, und gerade in Grefrath ist eine Reihe hoffnungsvoller Athleten zu Hause.
In Dresden befindet sich eine 333 m Bahn. Dresden wurde auf Grund der immer noch dort stattfindenden Wettbewerbe nunmehr trotzdem in diese Liste aufgenommen.