Sheffield 2011: Reutter und Noh 1500-m-Weltmeister

Author: SSN 12 March 2011 No Commented
Under: Short Track

Sae-Bom Shin, Katherine Reutter
Sae-Bom Shin, Katherine Reut­ter
DES­G­pho­to / L. Ha­gen

Et­was im Schat­ten der Heim-WM in Inzell startete am Fre­i­tag auch die Welt­meis­ter­schaft im Short­track. Vergeben wer­den ins­ge­samt 10 Ti­tel (jew­eils drei Einzel­streck­en, Mehrkampf und Staf­fel bei Da­men und Her­ren). Hi­er eine Zusam­men­fas­sung des er­sten Wet­tkampf­tages von Maos Heat­box.

Katherine Reut­ter (USA) und Noh Jin-Kyu (Süd­ko­rea) sind die er­sten Titel­träger der Short­track-WM 2011. Reut­ter ge­wann vor Titelverteidi­gerin Park Se­ung-Hi und Cho Ha-Ri (beide Süd­ko­rea). Noh ließ Dop­pel-Olympi­asieger Char­les Hamelin (Ka­na­da) und Jeff Si­mon (USA) hin­ter sich. Die Deutschen ka­men trotz teils stark­er Auftritte nicht über den Vor­lauf hi­naus. Kleine Über­raschung im Staf­fel-Halb­fi­nale Frauen: Eu­ro­pameis­ter Hol­land ließ Ja­pan und die USA hin­ter sich, ste­ht im Fi­nale.

1500 m Män­n­er

Paul Her­r­mann hatte ei­nen sch­w­eren Vor­lauf mit gleich zwei Vor­jahres-Welt­meis­tern, dem Süd­ko­re­an­er Lee Ho-Suk (1000 m & Mehrkampf) und dem Chi­ne­sen Liang Wen­hao (500 m). Der Dresd­n­er lief ein couragiertes Ren­nen und blieb bis zum Ende an bei­den dran, am Ende blieb aber nur der un­dank­bare dritte Platz. Mit die­sem musste am Ende auch der lange zeit an 1 und 2 laufende Robert Seifert vor­lieb neh­men. Für sie blieben am Ende Platz 20 und 24. Am Sonn­abend rech­net sich Seifert auf sein­er Schoko­la­den­strecke 500 Me­ter mehr aus.

Im Kampf um die er­ste WM-Entschei­dung mussten auch die hochge­han­del­ten Fran­zosen vorzeitig passen: Maxime Cha­taig­ni­er er­wischte ein Penal­ty schon im Vor­lauf; Thibaut Fau­con­net im Halb­fi­nale. Noh löste seine Auf­gabe im Fi­nale sou­verän.

1500 m Frauen

Seit Jahren ge­hört sie zur Welt­spitze, hat Olympi­ame­daillen und Weltcup­siege ge­sam­melt, jet­zt klappt es auch endlich mit einem Welt­meis­ter­ti­tel: Katherine Reut­ter ge­wann Vor­lauf und Halb­fi­nale, über­nahm in einem tak­tischen Fi­nale bei Hal­bzeit die Ini­tia­tive und war nicht mehr von der Führung zu ver­drän­gen.

Ju­lia Riedel und Bian­ca Wal­ter belegten in ihren Vor­läufen jew­eils Platz vi­er und lan­de­ten auf den Rän­gen 29 und 32 des Streck­en­k­lasse­ments.

Staf­fel­wett­be­werb

Bei den Frauen haben Ka­na­da, die Nied­er­lande, Süd­ko­rea und Chi­na den End­lauf er­reicht. Die Nied­er­län­der la­gen im Kampf ums Weit­erkom­men bis drei Run­den vor Sch­luss mit den USA gleichauf, als die Amerikanerin­nen stolperten. Im an­deren Halb­fi­nale musste sich Italien den Chi­nesin­nen nur knapp gesch­la­gen geben.Die deutschen Frauen waren nicht qual­i­fiziert.

Erst am Sonn­abend gibt es das Halb­fi­nale im Staf­fel­wett­be­werb der Män­n­er. Das deutsche Quar­tett trifft auf  Titelverteidi­ger Süd­ko­rea, Eu­ro­pameis­ter Nied­er­lande sowie Frankreich. »Süd­ko­rea ist Fa­vorit, zwischen den an­deren dreien wird es ein ganz en­ges Ren­nen, bei dem wohl am Ende die Tages­form entschei­det«, meinte Paul Her­r­mann, »aber klar, wir wollen ins Fi­nale und wer­den alles geben.«

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