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Fehlstart für Deutsche Shorttracker

Author: Dirk Gundel Saturday, October 2nd, 2010 No Commented Under: Shorttrack
DESGphoto Christin Priebst DESGphoto / L. Hagen

Große Einschnitte gab es für den Deutschen Shorttrack nach der letzten Saison. Gleich vier Spitzenläufer (Aika Klein, Susanne Rudolph, Tyson Heung und Sebastian Praus) beendeten ihre Karriere und der Erfolgstrainer Éric Bédard konnte oder wollte seitens des Verbandes nicht gehalten werden. Gerade der Abgang des kanadischen Erfolgstrainers wurde bei den Aktiven sehr bedauert.

Mit dem Invitation Cup in Heerenveen begann nun heute für die deutschen Athleten die internationale Wettkampfsaison. In Heerenveen bestreiten die Niederlande (mit zwei Teams), Ungarn, Großbritannien und Deutschland einen Art Länderkampf. Zudem sind bei den Herren Gaststarter aus Lettland und Belgien am Start.

Dieser Wettkampf dient den Deutschen nicht nur zur Standortbestimmung, sondern auch für die Qualifikation für die anstehenden Weltcups in Kanada.

Das DESG-Team wurde durch den Verletzungsausfall von Robert Seifert und dem großen Trainingsrückstand von Paul Herrmann zusätzlich gebeutelt, trotzdem gingen die 12 deutschen Starter optimistisch in den Invitation Cup.

Oftmals bestimmt der Wettkampfauftakt bereits das weitere Geschehen und so war die Disqualifikation (Penalty) von Bianca Walter im ersten Rennen über 1500 Meter offenbar das falsche Signal. Julia Riedel, Christoph Milz und Hannes Kröger in den Vorläufen, sowie Daniel Zetzsche im Hoffnungslauf wurden anschließend ebenfalls disqualifiziert.

Bei den Damen schaffte es die Dresdnerin Christin Priebst immerhin noch in das A-Finale und belegte dort den sechsten Rang. Den Sieg sicherte sich souverän Elise Christie aus Großbritannien vor Bernadett Heidum (Ungarn) und Jorien Ter Mors (Niederlande A).

Josephine Meschnik und Efi Papakonstanti scheiterten im Halbfinale und belegten die Ränge 16 und 17.

Das Finale der Herren fand gar ohne deutsche Beteiligung statt. Paul Herrmann merkte man seinen Trainingsrückstand noch deutlich an, so dass er nach dem Halbfinal Aus nur Rang 15 belegte. Besser machten es Robert Becker und Torsten Kröger, die das B-Finale als Zweiter und Dritter beendeten und in der Streckenwertung die Plätze 8 und 9 belegten.

Das Finale wurde von den Niederländern dominiert, Sjinkie Knegt siegte vor Niels Kerstholt und den Letten Haralds Silovs. Die Plätze vier und sechs gingen an Großbritannien.

So konnte es für die DESG-Starter in der zweiten Disziplin eigentlich nur besser werden, doch die 500 Meter gerieten schon in den Vorläufen zum Fiasko. Efi Papakonstanti nutze ihre günstige Ansetzung im ersten 500 Meter Vorlauf aus, und qualifizierte sich für die Viertelfinals. Alle anderen DESG-Starterinnen scheiterten bereits in den Vorläufen. Im Viertelfinale war dann auch für Efi Endstation, so dass die Entscheidung auf dieser Strecke ohne deutsche Läufer stattfindet.

Bei den Herren retteten sich Robert Becker und Torsten Kröger über die Zeitschnellsten-Regel in die Viertelfinals, für die anderen Deutschen kam dagegen das frühe Aus. Der Rostocker Torsten Kröger, bei der DM vor einer Woche noch sehr unzufrieden, rettete die Ehre der deutschen Shorttracker und konnte sich als Zweiter seines Viertelfinals für die Vorschlussrunde qualifizieren. Der Deutsche Meister, Robert Becker aus Dresden, scheiterte dagegen als Dritter seines Viertelfinals.

Zum Abschluss des ersten Wettkampftages siegten die Ungarinnen in der Staffel vor der Niederlande. Das deutsche Team mit den drei Staffel-Europameisterinnen Julia Riedel, Bianca Walter und Christin Priebst, sowie der Debütantin Josephine Meschnik, kam auf Rang drei vor Großbritannien.

Bei den Herren gab es einen spannenden Zweikampf zwischen den Gastgebern und den Briten, den die Niederländer knapp für sich entscheiden konnten. Paul Herrmann, Robert Becker, Torsten Kröger und Christoph Milz belegten vor Ungarn den dritten Rang.

Am Sonntag werden die Halbfinals und Finals über 500 Meter, sowie die 1000 Meter Entscheidungen ausgetragen. Zum Abschluss findet dann ein zweites Staffelrennen statt.

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