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„Wir kämpfen um das maximale Kontingent“

Autor: Gastauthor Mittwoch, November 4th, 2009 Nicht kommentiert Unter: Short Track
DESGphoto Eric Bedard DESGphoto / L. Hagen

Die Weltcups in Montreal/Kanada (5.-8.11.) und Marquette/USA (12.-15.11.) sind für die deutschen Shorttracker die wichtigsten Stationen auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Vancouver. Die Gesamtwertung dieser Wettkämpfe ist die Grundlage für die Verteilung der Startplätze an die Nationen durch den Weltverband ISU. Ein Gespräch mit DESG-Bundestrainer Éric Bédard (32).

Wie viele Olympiateilnehmer sind für die DESG ein realistisches Ziel?

„Zehn. Fünf Frauen und fünf Männer.“

Das wäre das maximale Kontingent. Deutschland ist noch keine Shorttrack-Spitzennation.

„Trotzdem. Unser Ziel ist es, beide Staffeln an den Start zu bringen. Dann haben wir auch das maximale Kontingent.“

Was muss dafür geleistet werden?

„Jeweils acht Staffeln für Männer und Frauen werden für Olympia zugelassen. Je eine steht schon fest: Gastgeber Kanada. Die anderen sieben Plätze ergeben sich aus der Summe der zwei Weltcups. Bei jedem gibt es Punkte entsprechend der Weltcup-Regeln: 1000 für den Ersten, 800 für den Zweiten, 640 für den Dritten und so weiter. Wer, die Kanadier heraus gerechnet, nach beiden Wettbewerben unter den ersten Sieben ist, fährt mit fünf Läufern nach Vancouver, auch laut DOSB-Kriterium. Ohne Staffel sind maximal je drei Startplätze möglich.“

Die ersten zwei Weltcups der Saison zählten nicht für die Qualifikation, erlauben aber eine Orientierung bezüglich des Leistungsvermögens. Danach liegen die Männer auf Platz 6 und wären dabei, die Frauen als Elfte nicht.

„Stimmt. Wenn die Männer, wie in Peking und Seoul, wieder zweimal ins Halbfinale kommen, sollte das reichen. Die Frauen haben nicht ihr volles Vermögen gezeigt, sind einmal gestürzt und haben das andere Mal das Halbfinale um wenige Hundertstel gegen Japan verpasst. Wir haben die Fehler ausgewertet und hart gearbeitet. Auch die Frauen haben’s drauf. Männer und Frauen, beide Teams waren im Training sehr schnell. So schnell wie noch keine deutsche Staffel zuvor.“

Im Shorttrack kann viel passieren, die Papierform ist hier weniger wert als etwa auf der Langbahn. Was, wenn die Staffel-Qualifikation misslingt?

„Hinsichtlich von Einzelstartern müssen wir uns den DOSB-Kriterien stellen, die höher sind als die des Eislauf-Weltverbands ISU. Nur wer mindestens einmal über 500 oder 1000 Meter das Viertelfinale bzw. über 1500 Meter das Halbfinale erreicht, darf nach Vancouver. In Asien war das Aika Klein, Paul Herrmann und Tyson Heung gelungen.“

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