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Shorttrack-EM 2010: Umstrittene Disqualifikationen

Autor: Dirk Gundel Sunday, January 24th, 2010 Nicht kommentiert Unter: Short Track
DESGphoto Tyson Heung DESGphoto / L. Hagen

Heimschiedsrichter sehen anders aus. Drei nahezu identische Überholvorgänge gab es in den Viertelfinals, der Russe Prankevitch überholte auf der Innenbahn, schaffte es nicht vorbei und drängte den Niederländer Knegt weg, der Russe wurde nicht disqualifiziert. Anders bei Paul Herrmann, der im Gegensatz zum Russen den Überholvorgang abgeschlossen hatte, trotzdem wurde dies als Behinderung bestraft und Paul Herrmann aus der Wertung genommen. Dies war besonders ärgerlich, weil der Dresdner einen souveränen Eindruck machte. Die Zuschauer die über die Videowand die Zeitlupen ansehen konnten, quittierten die Entscheidung des Kampfgerichts mit Pfiffen.

Für Tyson Heung kam als Vorlaufdritter ebenfalls das Aus. Mehrere Versuche den Niederländer Kerstholt zu überholen scheiterten

Auch für Susanne Rudolph war im Viertelfinale Endstation. Die Grafingerin überholte zwei Runden vor Schluß die Italienrin Maffei, auch diesen Überholvorgang werteten die Kampfrichter als Behinderung, so dass die 28jährige disqualifiziert wurde. Für das Halbfinale hätte es aber trotzdem nicht gereicht, auf den letzten Metern fehlte Susanne die Kraft den zweiten Platz anzugreifen.

Den Sieg auf der 1000 Meter Strecke sicherte sich Katerina Novotna vor der Ungarin Bernadett Heidum. In der Gesamtwertung führt weiter die im Halbfinale gestürzte Arianne Fontana vor Novotna. Susanne Rudolph belegt in der EM-Gesamtwertung vor dem Finale den neunten Platz, Aika Klein schließt die EM auf Rang 16 ab.

Bei den Herren siegte erneut der Titelverteidiger Rodigari, der sich damit schon vor dem Superfinale den Titel sicherte. Paul Herrmann geht als Sechster in das Finale, während Tyson Heung die EM auf Rang 22 beendet.

"Ich hätte mich nicht disqualifiziert" sagte Paul Herrmann nach dem Rennen, "aber die Schiedsrichter haben ja die Videoaufzeichnung und werden schon recht haben". Anders sahen dies die beiden Vizepräsidenten der DESG, "ich war überrascht" sagte Stefanie Teeuwen, und Miroslav Kulik legte nach:"Es liegt immer im Entscheidungsspielraum der Schiedsrichter, ich war bei den Disqualifikationen aber schon überrascht. Aber im Leben gleicht sich so was immer aus, ein anderes Mal hat der Sportler bei einer Entscheidung mehr Glück."

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