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Alles zum Eisschnelllauf - Neuigkeiten und Ergebnisse

DESG News vom 28. Februar 2005

Autor: Redaktion Tuesday, March 1st, 2005 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf

WM in Inzell: Der Countdown läuft

Während Inzell für die Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften 2005 auf den Einzelstrecken bestens gerüstet ist, gibt es im deutschen WM-Team noch einige Sorgen. Anni Friesinger trainiert noch immer unter Schmerzen, nachdem sie sich beim Weltcup in Heerenveen eine Zehenverletzung zugezogen hatte. Hinsichtlich ihrer WM-Starts ist die Lokalmatadorin aber optimistisch. Einen Rückschlag musste nun auch 3000-m-Titelverteidigerin Claudia Pechstein (Berlin) hinnehmen, die sich eine grippalen Infekt eingefangen hat, der sie wenige Tage vor der Eröffnung zu einer Antibiotika-Behandlung und mehrtägigem Trainingsverzicht zwingt.

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen werden in Inzell die Weltmeister auf genau jenen Strecken ermittelt, für die es dann in Turin olympische Medaillen gibt. Erstmals stehen die Mannschaftsrennen auf dem Programm. Qualifiziert sind Teilnehmer aus 20 Nationen. Auf den Einzelstrecken gehen jeweils 24 Teilnehmer an den Start (lange Strecke 16), im Mannschaftsrennen jeweils acht Dreier-Teams.

Deutsches Aufgebot für die WM in Inzell.

Damen, 500 m: Monique Garbrecht-Enfeldt (Berlin), Jenny Wolf (Berlin), Pamela Zoellner (Berlin). 1000 m: Garbrecht, Völker, Anni Friesinger (Inzell) oder Zoellner. 1500 m: A. Friesinger, Sabine Völker (Erfurt), Daniela Anschütz (Erfurt). 3000 m: Claudia Pechstein (Berlin), A. Friesinger, Anschütz. 5000 m: Pechstein, Anschütz, A. Friesinger oder Katrin Kalex (Berlin). Mannschaft: A. Friesinger, Anschütz, Völker; Reserve: Pechstein, Kalex, Lucille Opitz (Berlin), Katrin Mattscherodt (Berlin).

Herren, 500 m: Dino Gillarduzzi (Inzell). 1000 m: Christian Breuer (Grefrath). 1500 m: Jan Friesinger (Inzell), Breuer, Jörg Dallmann (Erfurt). 5000 m: Marco Weber (Chemnitz), Rene Taubenrauch (Erfurt); evt. Nachrücker Tobias Schneider (Berlin). 10’000 m: Weber; evt. Nachrücker R. Taubenrauch. Mannschaft: Friesinger, Dallmann, Stefan Heythausen (Grefrath); Reserve Robert Lehmann (Erfurt), Breuer, Schneider.
Ersatzläufer u. Anmerkungen zur Qualifikation siehe Kufengeklapper No. 24

Gunda Niemanns WM-Tagebuch auf dkb.de

WM-Wetterprognose

WM-Homepage (mit Zeitplan)

Shorttrack: Robert Seifert gewinnt Star-Class-Serie

Der 17jährige Dresdner Robert Seifert hat die in diesem erstmals ausgetragene Star-Class-Serie der Shorttracker gewonnen. Nach den vier Rennen in Reims (FRA), Dresden (GER), Leeuwaarden (NED) und Bozen (ITA) gewann Seifert mit 140 Punkten vor dem Franzosen Didier Olichon (131) und seinem Vereinskollegen Robert Becker (114). Bei den Damen belegte Julia Riedel (Dresden) Platz sechs, es gewann Adeline Marini (Frankreich). Beim letzten Meeting in Bozen hatten sich am Wochenende Tyson Heung (Dresden) vor Paul Herrmann und Mathieu Guillaume (Frankreich) durchgesetzt, bei den Damen gewann Arianna Fontana vor Cecilia Maffei (beide Italien), Veronique Pierron (Frankreich) und Julia Riedel.

Mit der Star-Class wurde die jahrelang sehr strenge Altersklasseneinteilung im Shorttrack aufgebrochen. Anhand gesetzter Limits für einen 1000-m-Zeitlauf (kein Packstyle) können sich Läufer aller Altersklassen für diese Kategorie qualifizieren. Das ist insofern interessant, da es im Unterschied zum klassischen Eisschnelllauf im Shorttrack sehr häufig vorkommt, dass selbst B-Junioren schon in die internationale Spitze eindringen. Ziel ist, durch größere Konkurrenz untereinander das Niveau der europäischen Läufer zu heben. Läufer, die die Limitzeit nicht erreichen, können in den parallel stattfindenen Wettbewerben in den bekannten Altersklassen starten. Auch für sie ist die neue Einteilung von Vorteil: So müssen sich “Amateure” nicht mehr aussichtslosen Vergleichen mit “Profis” stellen.

Sieger und beste Deutsche in Bozen. Star-Class, Herren: 1. Tyson Heung; 2. Paul Herrmann; … 5. Robert Seifert, 6. Robert Becker (alle Dresden); 8. Guido Hegener (Grafing). Herren (inkl. Jun. A/B): 1. Claudio Rinaldi (Italien). Junioren C: 1. Daniel Zetzsche; … 6. Marcel Voigt (beide Dresden). Junioren D: 1. Sebastien le Pape (Frankreich); … 3. Norman Wolf (Dresden). Star-Class, Damen: 1. Arianna Fontana (Italien); … 4. Julia Riedel; 6. Bianca Walter; 7. Doreen Grossmeyer (alle Dresden). Damen (inkl. Jun. A/B): 1. Cecilia Rainolter (Italien); … 3. Maria Papakonstanti (Oberstdorf). Juniorinnen C: 1. Debora Secchi (Italien); … 4. Elisa Lenke; 7. Sylvia Kohl (beide Dresden). Juniorinnen D: 1. Martina Valcepina (Italien); … 7. Lisa Thuns (Dresden).

Endstände der Star-Class-Serien. Herren: 1. Robert Seifert (Dresden) 140 Pkt.; 2. Didier Olichon (FRA) 131; 3. Robert Becker (Dresden) 114; 4. Marco Bertoldi (ITA) 106; 5. Rémy Moclyn (FRA) 106; 6. Guido Hegener (Grafing) 105; 7. Christoph Milz (Oberstdorf) 102; … 8. Paul Herrmann (Dresden) 94. Damen: 1. Adeline Marini (FRA) 159; 2. Chiara Ferrari (ITA) 153; 3. Véronique Pierron (FRA) 134; 4. Cecilia Maffei (ITA) 134; 5. Chenai Flack (GBR) 132; 6. Julia Riedel (Dresden) 129; … 8. Susanne Rudolph (Grafing) 98; 10. Ulrike Lehmann (Rostock) 91.

Junioren: Je drei DM-Titel für Petereit und Ihle

Franziska Petereit (Berlin) und Nico Ihle (Chemnitz) waren mit je drei Meistertiteln die erfolgreichsten Starter der Deutschen Junioren-Meisterschaften (AK 16 bis 19) auf den Einzelstrecken in Chemnitz. Petereit gewann die 100, 500 und 1000 Meter; Ihle die 500, 1000 sowie 1500 Meter. Je zwei Siege gelangen der Erfurterin Stephanie Beckert (1500, 3000) und dem Berliner Arne Becker (3000, 5000). Über 100 m der Junioren setzte sich Fabian Gneupel (Erfurt) durch. Damit meldete sich der in der Vorsaison von einer Krankheit zurückgeworfene Sohn von Bundestrainer Stephan Gneupel in der Spitze seiner Altersklasse zurück.

Ebenfalls in Chemnitz ermittelte die C-Jugend ihre Sprint-Meister. Sie Titel gewannen in der AK 14 Simon Mohr (Berlin) und Jennifer Bay (Dresden) sowie in der AK 15 Sebastian Richter (Erfurt) und Katja Franzen (Grefrath). Die in München ausgelaufenen Mehrkampf-Meisterschaften der D-Jugend (AK 13) gewannen Lena Hütter (Inzell) und Tobias Brüster (Grefrath).

DIES & DAS

SHORTTRACK: TEAM-WM OHNE DEUTSCHE.
Am kommenden Wochenende werden im südkoreanischen Chuncheon die Mannschafts-Weltmeisterschaften ausgetragen. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren sind die Gastgeber Titelverteidiger. Deutschland wäre zwar für die Mannschafts-WM qualifiziert, hat jedoch auf sein Startrecht verzichtet. “Bei unserer dünnen Personaldecke wollen wir uns nicht verzetteln und hinsichtlich der WM eine Woche später kein Risiko eingehen”, sagt DESG-Shorttrack-Cheftrainer Jürgen Dennhardt. Die Weltmeister im Mehrkampf, im Staffellauf und auf den olympischen Einzelstrecken werden vom 11 bis 13. März in Peking ermittelt.

ZWEI TITEL BEI MASTERS-WM.
Bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften der Alterssenioren (“Masters”) im italienischem Baselga di Piné gewannen der Inzeller Willem Blakborn (AK 30) und die Mannheimerin Gundi Pawasserat (AK 40) die Goldmedaille in ihren Altersklassen. Vizeweltmeister wurden der Inzeller Olav Kotva (AK 35) und die Chemnitzerin Elke Sengewald (AK 40), Bronze gewannen Heiko Scandolo (Erfurt, AK 40), Stephan Haueisen (Frankfurt, AK 35) und Kathrin Denker (Rostock, AK 35). Allein die Niederlander stellten acht Altersklassen-Weltmeister. WM-Titel gewannen außerdem Norwegen (4), Russland, Kanada, Österreich und die Schweiz.

STUNDENLAUF.
Der EC Grefrath lädt für den 4. März zu seinem Stunden-Marathon. Die Starter, egal ob jung oder alt, Hobbyläufer oder Profi, versuchen dabei, eine möglichst weite Strecke zurückzulegen, die per Rundenkarte “gemessen” wird. Dies ist zugleich der Grefrather Saisonabschluss.

Eisschnelllauf im Fernsehen

Donnerstag (3 Mar) 15.15-16.00 Uhr ARD: Eisschnelllauf-WM, 1500 m Damen, live aus dem Eisstadion Inzell; Reporter: Ralf Scholt

Donnerstag (3 Mar) 17.15-18.00 Uhr EinsMuxx (ARD digital): Wiederholung der WM-Übertragung aus Inzell von den 1500 m Damen; Reporter: Ralf Scholt

Freitag (4 Mar) 2.35-3.20 Uhr EinsMuxx (ARD Digital): Wiederholung der WM-Übertragung aus Inzell von den 1500 m Damen; Reporter: Ralf Scholt

Freitag (4 Mar) 13.45-17.00 Uhr ARD: “Sportschau live”, u. a. mit Eisschnelllauf-WM, 3000 m Damen; Reporter: Ralf Scholt (ESL voraussichtlich 14.55-15.50 Uhr und 16.30-17.00 Uhr)

Freitag (4 Mar) 17.15-19.00 Uhr EinsMuxx (ARD Digital) Gekürzte Wiederholung der Sendung “Sportschau live” (mit Eisschnelllauf-WM in Inzell)

Sonnabend (5 Mar) 1.50-3.35 Uhr EinsMuxx (ARD Digital): Gekürzte Wiederholung der Sendung “Sportschau live” vom Vortag (mit Eisschnelllauf-WM)

Sonnabend (5 Mar) 9.35-18.00 Uhr ARD: “Sportschau live”, u. a. mit Eisschnelllauf-WM, 5000 m Damen und Mannschaft Damen; Reporter: Ralf Scholt (ESL voraussichtlich 15.15-16.05 Uhr)

Sonntag (6 Mar) 0.15-6.00 Uhr EinsMuxx (ARD Digital): Gekürzte Wiederholung der Sendung “Sportschau live” vom Vortag (mit Eisschnelllauf-WM)

Sonntag (6 Mar) 12.45-17.00 Uhr ARD: “Sportschau live”, u. a. mit Eisschnelllauf-WM, 1000 m und 5000 m Damen; Reporter: Ralf Scholt (ESL voraussichtlich 15.30-16.35 Uhr)

Sonntag (6 Mar) 17.10-18.00 Uhr ZDF: “ZDF-Sportreportage” mit einem Beitrag zur Eisschnelllauf-WM in Inzell; Moderation der Sendung: Norbert König

Montag (7 Mar) 2.35-8.00 Uhr EinsMuxx (ARD Digital): Wiederholung der Sendung “Sportschau live” vom Vortag (mit Eisschnelllauf-WM)

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