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Alles zum Eisschnelllauf - Neuigkeiten und Ergebnisse

DESG-News vom 18.Februar 2004

Autor: Redaktion Mittwoch, Februar 18th, 2004 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf

Inzell bereit für Stelldichein der Weltspitze

Inzell ist bereit für das Stelldichein der Weltspitze beim vorletzten Weltcup der Saison. „Der Wetterbericht verheißt kaltes, klares Winterwetter“, sagte DESG-Präsident Gerd Zimmermann, „zwar nicht ganz ideal für sehr schnelle Zeiten, aber auf alle Fälle gute Bedingungen für Sportler, Zuschauer und Fernsehen.“ Inzwischen liegen auch die namentlichen Teilnehmermeldungen vor. „Bei uns sind 134 Herren und 88 Damen aus 20 Nationen gemeldet“, so Hubert Graf, Chef des Organisationskomitees, „darunter sind die aktuellen Mehrkampf- Weltmeister Chad Hedrick (USA) und Renate Groenewold sowie die Sprint-Weltmeister Erben Wennemars und Marianne Timmer aus den Niederlanden.“

Das deutsche Aufgebot wird angeführt von Lokalmatadorin und Europameisterin Anni Friesinger (Inzell) sowie Claudia Pechstein und Monique Garbrecht-Enfeldt (beide Berlin). Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt von Comebackerin Gunda Niemann-Stirnemann (Erfurt) über 3000 Meter. Abgesagt hat seinen Start hingegen Christian Breuer (Grefrath) wegen Problemen mit der Lendenwirbelsäule. „Christian beendet die Saison, wird sich einer Rehabilitation unterziehen und dann seine Fitness wieder neu aufbauen“, sagte der leitende DESG-Verbandsarzt Dr. Volker Smasal, „ich bin zuversichtlich, dass er in der nächsten Saison wiederkommen wird.“ Noch Fragezeichen stehen hinter dem Start der EM-Siebenten Lucille Opitz (Berlin) und der dreifachen Olympia-Medaillengewinnerin Sabine Völker (Erfurt). Verbandsarzt Dr. Karlheinz Zeilberger zufolge war Opitz zuletzt wegen eines Infekts in Behandlung. Völker, die in dieser Saison von Rücken- und Magen-Darm-Problemen zurückgeworfen war, will einen Start in Absprache mit ihrem Trainer kurzfristig entscheiden.

Mittlerweile hat auch Sabine Völker abgesagt und die Saison beendet.

DESG-Aufgebot für Inzell:

Damen: Monique Garbrecht-Enfeldt, Claudia Pechstein, Pamela Zoellner, Jenny Wolf, Katrin Kalex, Lucille Opitz, Kathrin Mattscherodt*, Anke Hartmann* (alle Berlin); Sabine Völker, Gunda Niemann-Stirnemann, Judith Hesse, Daniela Anschütz, Heike Hartmann* (alle Erfurt), Anni Friesinger, Gabriele Hirschbichler* (beide Inzell).

Herren: Dino Gillarduzzi, Jan Friesinger (beide Inzell), Jan Waterstradt, Samuel Schwarz, Tobias Schneider, Andre Unterdörfel* (alle Berlin), Björn Oltmer, Stefan Heythausen (beide Grefrath), Andreas Behr, Georg Taubenrauch, Rene Taubenrauch, Jörg Dallmann, Robert Lehmann*, Anton Hahn* (alle Erfurt), Frank Dittrich, Rayk Fritzsche, Knut Morgenstern* (alle Chemnitz), Jens Boden (Dresden).

Anmerkung: Die mit (*) gekennzeichneten Läufer sind als Ersatzläufer bzw. Nachrücker nominiert.

Homepage: www.eisstadion-inzell.de

Zeitplan
Freitag: ab 9 Uhr 1000 m Herren B-Gruppe, 1000 m Damen B-Gruppe, 5000 m Herren B-Gruppe; ab 13 Uhr 1000 m Herren A-Gruppe, 1000 m Damen A-Gruppe, 5000 m Herren A-Gruppe.
Sonnabend: ab 9 Uhr 500 m Herren B-Gruppe: 500 m Damen B-Gruppe; 1500 m Herren B-Gruppe, 3000 m Damen B-Gruppe; ab 13 Uhr 500 m Herren A-Gruppe: 500 m Damen A-Gruppe; 1500 m Herren A-Gruppe, 3000 m Damen A-Gruppe.
Sonntag: ab 9 Uhr 500 m Damen B-Gruppe, 500 m Herren B-Gruppe; 1500 m Damen B-Gruppe; ab 13 Uhr 500 m Damen A-Gruppe, 500 m Herren A-Gruppe; 1500 m Damen A-Gruppe, Mannschaftsverfolgung Herren+Damen.

Garbrecht wieder ganz oben / Wolf auf den 100 Metern stark

Der erste Sieg von Monique Garbrecht-Enfeldt seit einem Jahr und ein ausgezeichneter zweiter Platz im 100-m-Weltcup für Jenny Wolf (beide Berlin) waren die herausragenden Ergebnisse des Weltcups in Klobenstein (Collalbo) aus deutscher Sicht.

Für die Nachlese Weltcup-Homepage: www.arenaritten.it/worldcup/

Kunze und Praus zum Abschluss stark / Drei Deutsche Rekorde

Am letzten Tag des Weltcup-Finales der Shorttracker deuteten die deutschen Läufer noch einmal ihre Potenzen an: Yvonne Kunze (Dresden) stand im 1000-m-Halbfinale, lief dort neuen Deutschen Rekord (1:34,168) und belegte Platz acht, Sebastian Praus (Mainz) verfehlte trotz Deutschem Rekord (1:28,467) das 1000-m-Halbfinale nur um drei Tausendstel, er landete auf Platz neun. Auch die Männer-Staffel, die Siebente wurde, lief Deutschen Rekord und erstmals unter sieben Minuten (6:58,234), die Damenstaffel wurde Sechster.

Im Weltcup-Endklassement wurde Yvonne Kunze Neunte im Mehrkampf kam über 500 und 1500 Meter auf die Ränge zehn und elf sowie mit der Staffel auf Rang sieben. Die Männer, die nicht alle Weltcups bestritten haben, spielten im Endklassement keine Rolle.

Für die Nachlese Weltcup-Homepage: www.bormioghiaccio.valtline.it/worldcup2004/

Senioren dankten für gute Bedingungen mit Top-Leistungen

In der Erfurter Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle liefen rund 70 Seniorensportler aus zehn Bundesländern in verschiedenen Altersklassen um Deutsche Meistertitel im Mehrkampf. Die sogenannten „Masters“ fühlten sich dabei in Erfurt sehr wohl. „Es war ein wunderschönes Wochenende mit einer hervorragenden Organisation, besten Eisbedingungen und vielen persönlichen Bestleistungen“, sagte beispielsweise Andre Mammitzsch (Nürnberg), bis Mitte der 80er Jahre für den TSC Berlin auf dem Eis, „ich hatte nach 17 Jahren Eisabstinenz das Gefühl wieder zu Hause angekommen zu sein!“

In der Meisterliste finden sich auch Namen ehemaliger Asse, etwa Olaf Kotva (Meister AK 35), Heiko Scandolo (AK 40), Günther Traub (AK 65), Birgit Czak-Schöfisch (AK 40) oder Ute Dix-Zillmann (AK 45). Ältester Teilnehmer war der Erfurter Günther Wagner (77). Insgesamt wurden 43 neue Deutsche Rekorde in den Altersklassen aufgestellt. Das Kunststück, auf allen vier Strecken und im Mehrkampf neue Bestmarken zu setzen, gelang Werner Krohn (Hamburg) in der AK 70 sowie Günther Traub (Inzell) in der AK 65, wobei Traub mit 4:45,32 über 3000 Meter auch für die relativ beste Leistung der Veranstaltung sorgte.

Für die Nachlese Homepage: www.eisevents-erfurt.de/start.html

Marco Weber bei Europäischen U-23-Spielen stark

Der Chemnitzer Marco Weber sorgte bei der „U-23-Europameisterschaft“ in Göteborg über 5000 sowie 10’000 Meter für zwei deutsche Erfolge. Jeweils zweiter auf diesen Strecken wurde Robert Lehmann (Erfurt). Bei den Damen konnte die Berlinerin Kathrin Mattscherodt über 5000 Meter Silber holen, zudem belegte sie über 1500 und 3000 Meter jeweils den Bronzeplatz. Samuel Schwarz (Berlin) verfehlte auf den Strecken von 500 bis 1500 Meter jeweils knapp einen Podestplatz. Die WM-Dritte aus Hamar, Wieteke Cramer aus den Niederlanden, war bei den Damen die überragende Athletin. Sie siegte über 500, 1500 und 3000 Meter.

Titelkämpfe AK 14/15: „Gutes Fundament für die Zukunft“

In Berlin holten sich Florian Storch und Kristin Mauersberger (beide Berlin) in der AK 15 sowie Sebastian Richter (Erfurt) und Maxi Leipelt (Dresden) in der AK 14 die Deutschen Meistertitel der C-Junioren. Die Sieger qualifizierten sich damit zugleich für das Viking-Race in Heerenveen, die inoffizielle Jugend-EM.

„Die hohe Anzahl qualifizierter Sportler zeigt, dass wir ein gutes Fundament für die nächsten Jahre im Juniorenbereich haben“, sagte DESG-Vizepräsident Gerd Heinze (Berlin) am Rande der Titelkämpfe, „es gab gute Organisation, gute Unterstützung vor allem durch die zahlreich angereisten Eltern sowie hervorragende Eisqualität. Den Trainern ist es gelungen die Aktiven hervorragend auf diese Meisterschaften vorzubereiten, was sich durch 321 persönliche Saisonbestleistungen und den Altersklassenrekord von Marcel Bittner widerspiegelt.“ Der Berliner war die 3000 m der AK 15 in 4:19,23 Minuten gelaufen.

DIES UND DAS

FßNFLßNDERKAMPF.
Beim wegen des für Sonntag prognostizierten Extrem-Kälte um einen Tag vorverlegten Fünfländerkampf der Junioren zwischen Kanada, den USA, Japan, Niederlande und Deutschland dominierten in St-Foy (Quebec) die kanadischen Gastgeber. In der Einzelkonkurrenz konnte Florian Deckert auf Rang Sieben eine gute Leistung zeigen, die anderen DESG-Starter hatten mit den vorderen Platzierungen nichts zu tun. Für die besten Streckenplatzierungen sorgten Florian Deckert über 3000 Meter und Karoline Zillmann über 1500 Meter mit dem jeweils siebten Rang.

JUNIOREN-WM.
Zur gleichen Zeit, wenn in Inzell die Weltspitze um Weltcuppunkte läuft, geht es in Roseville (USA) um die Junioren-Weltmeisterschaft. Das DESG-Aufgebot. Junioren: Denny Morawiak (Erfurt), Frank Steiner (Dresden), Florian Deckert (Erfurt). Juniorinnen: Agnes Friesinger (Inzell), Karoline Zillmann, Stephanie Beckert (beide Erfurt).
WM-Homepage: https://juniors.wrandco.com/

WIEDER VEREINT.
In den kommenden Wochen will Monique Garbrecht-Enfeldt mit Hilfe ihres alten und neuen Trainers Bart Schouten wieder zu Höchstform auflaufen, damit sie bei der Einzelstrecken-WM Mitte März in Seoul bei der Medaillenvergabe mitreden kann. Zunächst hatte eine Trennung von Schouten im Raum gestanden, nachdem es eine Zeit lang nicht wie gewünscht gelaufen war und zudem die Zukunft des Olympic Oval Salt Lake City gefährdet schien.

Eisschnelllauf im Fernsehen

Freitag (20 Feb) 15.15-17.00 Uhr ARD: „Sportschau live“ u. a. mit Eisschnelllauf, Weltcup: 1000 m Damen. Reporter: Ralf Scholt (Übertragung aus Inzell)

Sonnabend (21 Feb) 2.20-2.50 Uhr Muxx [ein ARD-Digitalkanal]: Eisschnelllauf-Weltcup, Aufzeichnung aus Inzell, Reporter: Ralf Scholt

Sonnabend (21 Feb) 9.30-18.00 Uhr ARD: „Sportschau live“ u. a. mit Eisschnelllauf, Weltcup: 1000 m Damen. Reporter: Ralf Scholt (Übertragung aus Inzell) voraussichtlich ab 15.30 Uhr

Sonnabend (21 Feb) 12.00-12.15 Uhr ZDF: Limit-Sportmagazin für Kinder u. a. mit einem Beitrag über den Eisschnellläufer Erik Rauschenbach (Crimmitschau/Erfurt)

Sonntag (22 Feb) 3.00-6.00 Uhr Muxx [ARD digital]: Sportschau, u. a. mit Eisschnelllauf-Weltcup, Aufzeichnung aus Inzell, Reporter: Ralf Scholt

Sonntag (22 Feb) 9.03-17.00 Uhr ARD: „Sportschau live“ u. a. Eisschnelllauf, Weltcup: 1500 m Damen. Reporter: Ralf Scholt (Übertragung aus Inzell) voraussichtlich ab 15.30 Uhr

Sonntag (22 Feb) 17.10-18.00 Uhr ZDF: ZDF-Sportreportage u. a. mit Zusammenfassung ESL-Weltcup Inzell, Moderation: Kristin Otto

Montag (23 Feb) 2.25-6.00 Uhr Muxx [ARD digital]: Sportschau, u. a. mit Eisschnelllauf-Weltcup, Aufzeichnung aus Inzell, Reporter: Ralf Scholt

Sonnabend (28 Feb) 9.05-18.00 Uhr ZDF: „Sport extra“ u. a. mit ESL-Weltcup-Finale. Reporter: Wolf-Dieter Poschmann. Moderation: Michael Steinbrecher (voraussichtlich ab 17.05 Uhr)

Sonntag (29 Feb) 10.15-17.00 Uhr ZDF: „Sport extra“ u. a. mit ESL-Weltcup-Finale. Reporter: Wolf-Dieter Poschmann. Moderation: Michael Steinbrecher (voraussichtlich 14.50-15.50 Uhr)

Sonntag (29 Feb) 17.10-17.40 Uhr ZDF: Sportreportage u. a. mit Zusammenfassung ESL-Weltcup Heerenveen, Moderator: Rudi Cerne

Freitag (12 Mar) 10.30-13.00 Uhr ZDF: „Sport extra“ u. a. Eisschnelllauf-WM mit Wolf-Dieter Poschmann (Zusammenfassung aus Seoul/Südkorea) voraussichtlich ab 12.30 Uhr

Freitag (19 Mar) 17.00-19.00 Uhr Eurosport: Übertragung von der Shorttrack-WM in Göteborg, 1. Wettkampftag, Kommentar: Gottfried Weise

Sonnabend (20 Mar) 14.45-16.30 Uhr Eurosport: Übertragung von der Shorttrack-WM in Göteborg, 2. Wettkampftag, Kommentar: Gottfried Weise

Sonntag (21 Mar) 15.50-17.45 Eurosport: Übertragung von der Shorttrack-WM in Göteborg, 3. Wettkampftag, Kommentar: Gottfried Weise

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