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Daniela Anschütz-Thoms beendet ihre Karriere

Autor: SSN Samstag, Juli 17th, 2010 Nicht kommentiert Unter: Eisschnelllauf
DESGphoto Daniela Anschütz-Thoms DESGphoto / L. Hagen

Die Erfurter Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms tritt nach über 20 Jahren vom aktiven Leistungssport zurück. Dies gab die Weltklasse-Mehrkämpferin nach einem Gespräch mit ihrem langjährigen Trainer Stephan Gneupel bekannt.

Erst kürzlich antwortete die Erfurterin auf die Frage zur Fortführung ihrer sportlichen Laufbahn mit einem vielsagenden “mal sehen”. Doch jetzt hat sie sich endgültig dagegen entschieden. „Ich wollte immer den Absprung schaffen, wenn ich noch erfolgreich bin. Das ist mir mit den Olympischen Spielen in Vancouver gelungen. Jetzt gibt es ein Leben nach dem aktiven Sport. Viele neue und interessante Aufgaben warten auf mich. Zudem lassen meine Knie- und Rückenprobleme kein professionelles Training mehr zu“, begründete die 35-Jährige ihren jetzigen Schritt.

Die Sportsoldatin der Sportfördergruppe Oberhof absolviert im August ein Praktikum bei einer Sportinstitution und wird sich ab September in den Bereichen Büromanagement, Marketing und Personal weiterbilden. „Ich kann mir später einen Job im Sport vorstellen, aber nicht unbedingt als Trainerin.“

Daniela Anschütz-Thoms wurde in ihrer Karriere Doppel-Olympiasiegerin und Weltmeisterin in der Teamverfolgung und mehrfache Deutsche Meisterin. Über viele Jahre hinweg war sie ein Garant für vordere Platzierungen. Dennoch gelang ihr nie der große Durchbruch als Einzelsiegläuferin. Immer waren Läuferinnen wie Gunda Niemann-Stirnemann, Claudia Pechstein, Anni Friesinger und zuletzt ihre Trainingskollegin Stephanie Beckert ein bisschen schneller unterwegs und “stahlen” ihr die Platzierungen. Als fast schon tragisch sind vor allem ihre zahllosen vierten Platzierungen (25 an der Zahl) bei den großen internationalen Wettkämpfen anzusehen. Aber besonders die Teammedaillen in Turin und Vancouver wären ohne sie nicht möglich gewesen. Daher ist ihr Ausscheiden als ein großer Verlust für das deutsche Team als Ganzes zu bewerten.

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