(von Alexej Baumgärtner) Im Vorfeld hat man ja so manches über Chelyabinsk gehört: die Stadt sei eine der dreckigsten überhaupt, die Umwelt sei völlig verdreckt, ja sogar über erhöhte Radioaktivität wurde geredet. Besonders aus den Reihen der Niederländer wurden Vorwürfe an den Weltverband laut, wie man denn in solch einer Stadt einen Weltcup austragen könnte. Man drohte sogar die Teilnahme zu verweigern. Obwohl ich selber keinen Geigerzähler dabei hatte, haben mir vor Ort Berichte der Einheimischen die letzte Angst vor der Millionenstadt genommen. Sicherlich sieht man den ein oder anderen rauchenden Schornstein, aber wie soll es... [more]
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Klasse Bewerbung!
Gerritsen gewinnt Lauf – Gesamtweltcupsieg an Jenny Wolf
Beim Weltcupfinale im Eisschnelllaufen im niederländischen Mekka musste sich Jenny Wolf über 500 Meter überraschend der Niederländerin Annette Gerritsen geschlagen geben, sicherte sich aber vorzeitig den Gesamtweltcup. Die Berlinerin brachte dabei das Kunststück fertig den Gesamtweltcup über 500 Meter zum sechsten Mal in Folge zu gewinnen. Hinzu kommen noch vier Gesamterfolge über die mittlerweile nicht mehr ausgetragenen 100 Meter.
In Heerenveen konnte nur eine Läuferin ihre Saisonbestzeit steigern, und die gewann dann auch. Annette Gerritsen war nach einer Verletzung erst spät in die Saison eingestiegen, und scheint... [more]
Robert Seifert zurück in der Weltspitze
Beim Shorttrack-Weltcup in Moskau sorgte Robert Seifert am Sonntag für einen Paukenschlag aus deutscher Sicht. Der Dresdner war nach langer Verletzungszeit erst bei der Europameisterschaft in Heerenveen in die Saison gestartet und scheint nun eine Woche vor dem Heim-Weltcup in Dresden den Sprung zurück in die Weltelite vollzogen zu haben. Mit dem Sieg im 500 Meter B-Finale und dem damit verbundenden fünften Rang sorgte der frühere Junioren-Weltmeister auf dieser Strecke auch für das bisher beste Saisonergebnis der Deutschen Mannschaft.
Bereits am Freitag hatte [more]
Paul Herrmann rettet deutsche Bilanz
Beim Shorttrack-Weltcup in Moskau drohte dem DESG-Team nach dem Vorlaufaus beider Staffeln sowie in den meisten Einzelkonkurrenzen ein Debakel. Lichtblicke waren am ersten Tag lediglich die Qualifikationen von Paul Herrmann über 1500 Meter für das Halbfinale sowie von Robert Seifert, der sich direkt für das 500 Meter Viertelfinale am Sonntag qualifizieren konnte.
Die Hoffnungsläufe brachten für die deutschen Starter durchweg ernüchternde Ergebnisse. Es gelang keinen der sieben Athleten das Finale der Hoffnungsläufe zu erreichen, so dass auch keine weitere Top-20 Platzierung für das DESG-Team heraussprang.
Doch dann zeigte der Dresdner... [more]
Ohne Staffeln zur WM
Am ersten Wettkampftag des 5. Weltcups im Shorttrack wurden in Moskau die Vorläufe auf den vier Einzelstrecken sowie in den Staffeln ausgetragen. Beide deutschen Staffeln hoffen noch auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Sheffield. Dementsprechend stand der Focus auch auf diese Disziplin. Nach den bisherigen Saisonplatzierungen standen beide Staffeln in der Pflicht das Finale zu erreichen, ansonsten war das Ziel von der WM-Teilnahme schon fast nicht mehr erreichbar.
Der Traum für die deutschen Damen war dann schnell vorbei, denn bereits im Vorlauf kam das Aus. Gegen die derzeit übermächtigen Staffeln aus
Claudia Pechstein: “Ich bin wieder da”
So lautete die Kampfansage der 38-jährigen Eisschnellläuferin am heutigen Tag – denn dieser ist für Claudia Pechstein ein ganz Besonderer. Zwei Jahre lang war die Rekordolympiasiegerin wegen eines einzigen auffälligen Blutwertes gesperrt. Auf einer Pressekonferenz zu ihrem Comeback verkündete sie dann heute voller Erleichterung: “Ich bin wieder da! Und ich bin froh, dass ich endlich wieder zeigen kann, was ich drauf habe".
So wie heute hatte man Claudia Pechstein schon lange nicht mehr erlebt. Kämpferisch, ja sogar verbissen, wirkte die sonst lebenslustige Athletin bei ihren letzten Presseterminen der vergangenen zwei Jahre oder auch... [more]
Dritte Plätze für die Teams
Auch am letzten Tag des Eisschnelllauf Weltcups in Moskau, konnten sich die deutschen Athleten in Szene setzen. Im Teamlauf fand bereits des Weltcupfinale statt, so dass diesmal mehr Punkte zu vergeben waren.
Bei den Damen siegten die Favoritinnen aus den Niederlanden deutlich vor Norwegen und Deutschland. Das deutsche Team hatte mit gewohnter Taktik langsam begonnen und in der Besetzung Stephanie Beckert, Isabell Ost und Jennifer Bay am Ende immer mehr aufgeholt und am Ende den Podiumsrang erreicht. Bei Punktgleichheit mit den Norwegerinnen kam das deutsche... [more]
Nico Ihle Vierter, Jenny Wolf souverän
Die deutschen Sprinter konnten auch am zweiten Wettkampftag des Eisschnelllauf Weltcups in Moskau auf ganzer Linie überzeugen. Die Berlinerin Jenny Wolf hat ihr kleines Formtief hinter sich gelassen und war auch am Samstag über die 500 Meter ungefährdet. In 38,01 sec errang die Olympiazweite bereits ihren 57.Weltcupsieg und liegt in dieser Statistik nur noch zwei Siege hinter Anni Friesinger. Jenny Wolf ging in 10,24 sec an und nahm ihrer Kontrahentin Margot Boer 0,53 Sekunden auf den ersten 100 Metern ab. Die Niederländerin konnte sich mit einer guten Runde... [more]
Sieg für Jenny Wolf, Pech für Stephanie Beckert
Unterschiedlicher hätte der erste Wettkampftag für die beiden Frontfrauen des deutschen Eisschnelllaufens nicht ausfallen können. Während Jenny Wolf eine Woche nach dem Einbruch im zweiten 1000 Meter Rennen die Konkurrenz in Grund und Boden lief, kam Stephanie Beckert mit Tränen in den Augen und defektem Schlittschuh ins Ziel.
Nach dem Anschlag auf den Moskauer Flughafen werden die Weltcupwettbewerbe von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften beschützt, so dass sich die Athleten frei von Attentatsängsten ganz ihren Sport widmen können.
Über die 500 Meter der Frauen gab es nur 27 Meldungen, so dass alle Sportlerinnen in der A-Gruppe antraten. Aus... [more]