In einem packenden Staffel-Finale bei der Shorttrack-Weltmeisterschaft in Wien erfüllte sich der Medaillentraum der DESG-Männer nicht.
Aber Platz 4 ist dennoch das beste Ergebnis für den deutschen Shorttrack in der WM-Geschichte. Das Finale selbst verlief recht bizarr. Nachdem der knapp vor Tyson Heung liegende Japaner den Anschub seines Teamkollegen im Wechselraum verfehlt hatte, hielt der Deutschkanadier den "nicht abgeholten" Japaner im Wettkampfeifer für Sebastian Praus (weil ja eigentlich kein auf Wechsel lauernder Japaner mehr hätte da sein dürfen, ähnliche Farben bei den Laufanzügen taten ihr übriges). Heung bemerkte die Verwechslung –... [more]
Zum ersten Mal in der Geschichte von Shorttrack-Weltmeisterschaften hat eine deutsche Staffel das Finale erreicht und läuft mit um die Medaillen. „Jetzt wollen wir es wissen. Wir geben alles für das Ziel Medaille“, sagt Paul Herrmann, „wir sind stark genug, dass wir das aus eigener Kraft schaffen können.“ Am Sonntag trifft das DESG-Quartett im Endlauf von Wien auf die Mannschaften China, Japans, Italiens und der USA.
In einem turbulenten Halbfinale war das deutsche Männer-Quartett mit Sebastian Praus (Mainz), Paul Herrmann, Tyson Heung und Robert... [more]
Wien, Wien nur du allein… Die österreichische Perle an der Donau, magischer Anziehungspunkt für Touristen und Kulturbeflissene, drückt jetzt auf den Turbo-Knopf. Die Shorttracker, sonst bei ihren Saison-Höhepunkten häufig in Asien zu Gast, bitten von Freitag bis Sonntag in der Wiener Ferry-Dusika-Halle zur ultimativen Kufen-Herausforderung. Zehn WM-Titel, im Mehrkampf (500, 1000, 1500 und 3000 m), auf den olympischen Einzeldistanzen 500, 1000 und 1500 Meter sowie im Staffellauf, jeweils für Damen und Herren, machen Vienna zum kalten Eldorado. Mittendrin: die deutschen Cracks mit je zwei Startern im Mehrkampf und auf den Einzelstrecken sowie mit einer... [more]
Wer nicht dabeigewesen ist, glaubt es kaum: 2400 Zuschauer feierten am Sonntag eine Shorttrack-Party, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat, und übertrafen die Stimmung vom Sonnabend (1700 Zuschauer) noch einmal. Die deutschen Läufer taten ihr übrigens dazu, denn beim Weltcup-Finaltag in der Dresdner Eis-Arena standen sie zweimal im Finale und dazu dreimal im B-Finale. Abschluss- und Höhepunkt war der dritte Platz der deutschen Männerstaffel hinter China und Südkorea. Zuvor hatte Tyson Heung (Dresden) über 500 Meter das Treppchen als Vierter nur knapp verfehlt. Als Zweite im B-Finale kam [more]
Sie sagen, dass sie nach geleisteter Trainingseinheit „auch mal ein Bierchen zusammen trinken.“ Sie bilden seit zwei Jahren eine Mannschaft, die dem ohnehin attraktiven Short Track den Kick gibt. Staffel-Wettbewerbe sind in der Individualsportart Eisschnelllaufen keine Randerscheinung mehr – sondern häufig das Finale furioso. Das liegt an den Ablösungen, einer Art Anschieben des Partners. Das Timing muss stimmen, die Taktik, wer wie lange läuft. Ähnlichkeiten mit dem Madison im Bahnradsport drängen sich auf, obgleich das Publikum beim eisigen 3000-m-Rennen eher den Überblick bewahrt. Das DESG-Quartett brüllten die Zuschauer in der Freiberger Arena quasi ums... [more]
Das letzte Rennen des Sonnabends kostete die Beteiligten die letzten Kräfte, und die Zuschauer gaben ihr Letztes, um die deutsche Männerstaffel gegen China, Großbriannien und die USA ins Finale zu bringen. Nach dem Zieleinlauf tobte die Halle, und Schlussläufer Paul Herrmann (Dresden) hob triumphierend die Arme – Deutschland steht im Endlauf. "Es war mein heimlicher Traum, beim Heimwettkampf im letzten Rennen dabei zu sein", sagte Sebastian Praus (Mainz), "das ist gelungen und eine Riesensache für uns und das phantastische Publikum." Herrmann, Praus, Robert Becker und Tyson Heung (beide [more]
QUALIFIKATION FÜR SONNABEND. MÄNNER: Über 500 Meter hat sich Robert Seifert (Dresden) direkt für das Viertelfinale (Sonnabend ab 14 Uhr) qualifiziert. Er überstand die Vorläufe und wurde im Zwischenlauf nach einer Benachteiligung weitergesetzt. Robert Becker (Dresden) schied im Vorlauf aus, Torsten Kröger (Rostock) im Zwischenlauf, beide haben noch eine kleine Viertelfinalchance über die Hoffnungsläufe am Samstagvormittag. Über 1500 Meter konnten sich Paul Herrmann (Dresden) und Sebastian Praus (Mainz) als Vorlaufsieger direkt für das Halbfinale (Sonnabend 14 Uhr), Tyson Heung muss in die... [more]
Der "verlorene Sohn" ist zurück im deutschen Team. "Wir haben ihn schon vermisst" sagt Paul Herrmann. Und Bundestrainer Éric Bédard ist froh, dass er seinen – nun ja: – Landsmann endlich richtig in der Truppe hat, auch im Training. Die Rede ist von Tyson Heung (sprich: Jang), dem in Diensten des EV Dresden stehenden Deutschkanadier.
"Für mich war es auch schön, wieder unter den Jungs zu sein", sagt Heung, "und es war riesig, dass wir es in Sofia gleich mit der Staffel auf Platz drei geschafft haben." Heung war erst... [more]
Die ganze Nacht zu Dienstag waren die Eismeister der neuen Freiberger-Arena in Dresden im Einsatz: Nachdem am Montagabend das offizielle Logo und die Bahnmarkierungen “aufgemalt" wurden, musste Schicht für Schicht neues Eis aufgetragen werden, damit morgens um acht das erst offizielle Training stattfinden konnte. Fast alle der 160 Sportler aus 25 Nationen sind bereits in der Elbestadt. Am Freitag beginnt hier das Weltcup-Finale, die Entscheidungen fallen am Sonnabend und Sonntag (jeweils ab 14 Uhr).
Um 11 Uhr gingen am Dienstag die zwölf deutschen Weltcup-Starter zum Training aufs Eis, da richtet sich schon ungewohnt viele... [more]