Eisschnelllauf: Drei ESC-Läufer bleiben Berlin treu / Gneupels Entdeckung wird 20 Jahre – Als Bart Schouten 2006 Bundestrainer geworden war, hatte er die deutschen Männer in Berlin zusammengezogen. Zwar hat sich die DESG wegen Erfolglosigkeit nun von Bart Schouten getrennt, doch drei Eisschnellläufer des ESC Erfurt wollen Berlin als Trainingsort die Treue halten.
(BERLIN/ERFURT) Das sind Robert Lehmann (26), Sascha Wilhelm (22) und Routinier Jörg Dallmann (31). In Berlin ist aber derzeit nur “Hugo” Dallmann. “Da der Verband keine Perspektive in mir sieht, habe ich auch keinen Kaderstatus mehr und bin damit nicht mit... [mehr]
(von Robert Lehmann) …als wäre es das normalste der Welt. Trotz den vier Jahren, in denen das Inlinematerial im Keller verstaubt ist und nicht gebraucht wurde läuft bzw. rollt es nun wieder wie zu meinen Besten Rollzeiten! Es scheint mir fast die Zeit sei stehen geblieben, so wie auch hier im Höhentrainingslager im Südfranzösischen Font Romeu. Es ist alles noch wie 2005 oder vermutlich sogar 1990! Eines jedoch hat sich entgegen meiner, zum Teil doch durchwachsenen Erinnerungen, an drei Wochen im Kreis laufen auf einer knapp 300m Betonbahn doch geändert – das Wetter!
Noch nie hatten wir... [mehr]
(Erfurt) Nach der Saison ist vor der Saison. Das ist der Grund, warum die Niemannhalle mitten im Sommer Eis bekommt, auf dem sich einheimische wie ausländische Eisschnelllauf-Asse bewegen. Aber auch Hobby-Läufer dürfen rein.
Es wird wieder heißer, über 30 Grad. Derweil bereiten die Eismeister in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle das Eis für Sportler aus sieben Nationen, darunter die komplette deutsche Nationalmannschaft, die es ab Montag für drei Wochen zum Training nutzt. Devise: Draußen heiß −drinnen Eis. Den Erfurter Eisschnelllauf-Trainer Stephan Gneupel kann derlei Temperaturunterschied kaum schrecken. Den hatte er erst kürzlich, allerdings etwas anders verteilt:... [mehr]
Gestern Abend sahen die zahlreichen Zuschauern im Richmond Olympic Oval bei den 5000m der Damen einen Favoritensieg der Tschechin Martina Sáblíková. Mit einer Zeit von 6.50,91 und neuem Bahnrekord gewann die Weltrekordlerin Gold bei den Olympischen Spielen. Für Sáblíková ist es, nach ihrem Sieg über die 3000m, bereits die zweite “Goldene" in Vancouver. Somit ist sie auch die erste Läuferin seit Claudia Pechstein (Salt Lake-City 2002) der ein Sieg auf beiden Langstrecken gelang.
Stephanie Beckert, die im vorletzten Paar und somit auch vor Martina gestartet war, gewann in 6:51,39 die Silbermedaille... [mehr]
Der Tag begann für die Sportler des deutschen Teams mit dem gemeinsamen Frühstück um 8:00Uhr. Alle Teilnehmer haben gut geschlafen, sind fit für den heutigen ersten Wettkampftag und guter Dinge. Dennoch war die Anspannung vor einem großen Wettkampf spüren: die Gespräche waren etwas einsilbiger als noch am Vortag und jeder konzentrierte sich mehr auf sich selbst – mentale Vorbereitung! Einzig Bundestrainer Markus Eicher und Stephan Gneupel versuchten die Athleten mit lockeren Sprüchen abzulenken.
Im Anschluss an das Frühstück und dem vorbereiten von Lunchpaketen für zwischendurch, geht es nun für unsere Sportler in das Wikingerschiff zu... [mehr]
Berlin war eine Reise wert für die vielen Eisschnelllauf-Fans, die vor allem am zweiten und am dritten Weltcup-Tag beste Stimmung am Oval verbreiteten. Kein Wunder: In guter Form zeigten sich auch die Eismeister im Sportforum von Hohenschönhausen, die mit einem schnellen Untergrund die Voraussetzungen für Top-Leistungen und extrem spannende Rennen legten. So konnte der Auftakt in den Kufen-Winter gelingen.
Persönliche Bestleistungen und spannende Entscheidungen verzeichneten auch die deutschen Athleten. Zum Beispiel Stephanie Beckert. Die 20-jährige Erfurterin überraschte in 4:09,90 min. über 3000 m, steigerte ihre drei Jahre alte Bestleistung gleich um rund 2 Sekunden und... [mehr]
Ein Hagel an persönlichen Bestzeiten, ein stattliches Medien-Aufkommen (inklusive ARD und ZDF) – und ein hoffnungsvoller Auftakt im Hinblick auf den Weltcup nächste Woche an gleicher Stätte waren die Accessoires des zweiten Tages der „Deutschen“ in Hohenschönhausen. Kombiniert mit ordentlichen Zeiten, dem gewohnt guten Eis sowieso. Aber kein Grund, in Euphorie zu verfallen. Verbandscoach Stephan Gneupel gegenüber TV-Interviewer Hermann Valkyser: „Das ist hier das Vorgeplänkel. Wirklich ernst wird es beim Weltcup. Dort werden wir international gemessen.“
Draußen ein bisschen wärmende Früh-November-Sonne, drinnen eiskalte Überraschungen. Zum Beispiel, dass Tobias Schneider über 1500 Meter den den Titel... [mehr]
Glückwunsch, Stephan Gneupel! Der erfolgreiche Bundes- und Verbandstrainer vom Eissportclub Erfurt feiert heute, am 16. Juni, seinen 60. Geburtstag – und ist tatenhungrig wie eh und je. „Ein großer Motivator, der sehr akribisch und wissenschaftlich arbeitet. Ein Unruheherd – im positiven Sinne, der mit seiner Erfahrung den Sport in unserem Verband entscheidend mit nach vorn gebracht hat“, charakterisiert DESG-Präsident Gerd Heinze den Jubilar.
Wenn es für den nach wie vor brennenden Ehrgeiz des Diplom-Sportlehrers überhaupt eines Beweises bedarf: Die Geburtstagsfeier wurde daheim in Riethnordhausen im Familienkreis aufs Wochenende vorgezogen. „Und heute“, so Gneupel, „gibt’s nur... [mehr]
Welch ein Tag für die „Ahornblätter“. Welch ein Tag für „Schützi“: Kristina Groves (3000 m) und Jeremy Wotherspoon (2×500 m) hießen die Tagessieger, doch mindestens so glücklich wie die zwei Kanadier strahlte Daniela Anschütz-Thoms. Die Erfurterin gewann am Freitag Bronze auf den siebeneinhalb Runden. Die erste WM-Einzelmedaille in ihrer langen Karriere. „Es war echt höchste Zeit dafür“, atmete die 33-Jährige überglücklich auf.
„Super, Daniela!“, skandierte die begeisterte Gunda Niemann-Stirnemann von der Zuschauertribüne, während Anschütz-Thoms vor Freude in die Arme von Physiotherapeut Paul Vodermair hüpfte. „Endlich hat sie den... [mehr]