Der letzte Tag der Einzelstrecken-WM im Eisschnelllauf wurde zur Enttäuschung für das deutsche Team.
Über 2x500m gewann die Koreanerin Sang-Hwa Lee vor Jing Yu (CHN) und Thijsje Oenema (NED). Lee konnte beide Läufe mit deutlichem Vorsprung für sich entscheiden. Jenny Wolf wurde nach einem verpatzen ersten Lauf insgesamt 5. und Judith Hesse belegt Platz 11.
Bei den Herren erreichte der einzigste deutsche Läufer Denny Ihle nur den vorletzten Platz. Der Sieg ging mit neuem Bahnrekord an Tae-Beom Mo (KOR), Platz 2 an Michel Mulder (NED) und... [more]
Bei der Eisschnelllauf-Sprintweltmeisterschaft in Heerenveen sicherten sich Titelverteidiger Kyu-Hyeok Lee aus Südkorea und erstmals Christine Nesbitt aus Kanada die Titel, während die deutschen Läufer ihre Top-Platzierungen nicht halten konnten.
Über die 500 Meter der Frauen traute der fachkundige Zuschauer seinen Augen nicht. Jenny Wolf legte in 10,53 sec die mit Abstand schwächste 100 Meter Startzeit der letzten Jahre hin. Hatte die Berlinerin in Glanzform an der 100 Meter Marke meist schon einen großen Vorsprung auf Konkurrenz, war es diesmal nur die fünftbeste Startzeit. Die Auswirkungen der Rückenverletzung... [more]

Der Stein des Anstoßes ist eine neue Regel im Eisschnelllauf (SSN.info berichtete), die ein Verlassen der Bahn auf der Zielgeraden verbietet. Nach den ersten Disqualifikationen sorgt diese Regeländerung jetzt vermehrt für Unmut bei Sportlern und Trainern.
Letzte Woche rief der Niederländer Mark Tuitert auf seinem Twitter Feed zu allgemeinem Widerstand gegen die neue Regel auf, die seiner Meinung nach dem Sport und seiner Dynamik schadet.
Dass Tuitert mit seiner Meinung nicht allein da steht, zeigt die öffentliche Unterstützung u.a. von Sven Kramer und Shani Davis. “Diese Regel stinkt”, sagte... [more]
Auch am dritten Tag des Weltcup-Finales war die Thialf in Heerenveen gut gefüllt – wenn auch nicht ausverkauft. Dieser Umstand machte den Fans – insbesondere denen, die in den Kurven standen – aber nichts aus. Mit gewohnt ausgelassener Stimmung machten sie den Abschlusstag wieder zu einem Highlight.
Auf dem sportlichen Programm standen die 1000m der Damen und Herren sowie die Teamentscheidungen. Über die 1000m hatte Monique Angermüller vor dem Start zumindest die theoretische Chance den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden. Dazu hätte sie jedoch die Strecke gewinnen müssen und die Favoritin [more]
Chad Hedrick sagt “Good-bye"
Eine der wohl schillerndsten Gestalten im Eisschnelllauf, Chad Hedrick, beendet nach Olympia seine Eislauf-Kariere. “Crazy Chad", der vor allem zu Beginn seiner internationalen Karriere durch Schlägereien und übermäßigem Alkoholkonsum auffiel, gewann in Turin die Goldmedaille über 5000m und in Richmond Bronze über 1000m.
Für den 32-jährigen steht in Zukunft nur seine Familie und Tochter Hadley im Mittelpunkt: “Sie hat mein Leben verändert. Ich bin jetzt eine ganz andere Persönlichkeit", sagte er und weiter: “Drei Tage vor dem 1000 Meter-Rennen hat sie das erste Mal ‘Papa’ gesagt und einen Tag... [more]
Gestern reichte es über die 1500m für den an Nummer Eins gesetzten Favoriten Shani Davis nicht ganz, denn Gold gewann ein Anderer. Mark Tuitert aus den Niederlanden schlug den Amerikaner in 1:45,57 und neuer Bahnrekordzeit und verwies ihn mit seiner Zeit von 1:46,10 auf Rang 2. Bronze ging in 1:46,13 und somit nur 3-Hundertstel Abstand an den Norweger Håvard Bøkko.
Für den 29-jährigen Mark Tuitert der unter dem Jubel der ca. 3000 angereisten holländischen Fans im Richmond Olympic Oval zum Sieg lief, war es nach der Bronze-Medaille im Team... [more]
Der US-Amerikaner Shani Davis ist erneut Olympiasieger über 1000m geworden. Davis der auch in Turin die Goldmedaille gewann, ist damit der erste Sportler in der Geschichte der seinen Titel auf dieser Strecke verteidigen konnte. In der Entscheidung setzte er sich in Bahnrekordzeit von 1:08,94 gegen den Südkoreaner Tae-Beom Mo (1:09,12) und seinen Landsmann Chad Hedrick (1:09,32) durch. Für Südkorea war es bereits die vierte Olympiamedaille in Richmond.
Samuel Schwarz wurde in 1:10,45 Minuten und Platz 16 bester Deutscher. “Mit meinem Lauf bin ich zufrieden, nicht aber mit der Zeit und... [more]
Obwohl die internationale Wettkampfsaison mit dem Weltcup in Berlin erst beginnt, konnten sich die Eisschnelllauffreunde in dieser Saison bereits über einige hervorragende Leistungen freuen.
Jeweils 44 Landes- und Bahnrekorde konnten seit Juli bereits verbessert werden, Höhepunkt sicherlich der 1500 Meter Lauf bei den US-Weltcuptrials in Milwaukee. Shani Davis musste sich um 0,02 Sekunden geschlagen geben, während Sieger Chad Hedrick in 1.44,47 einen inoffiziellen Weltrekord für Flachlandbahnen aufstellte.
Weitere herausragende Bahnrekorde stellten Kyu-Hyeok Lee mit 34,92 über 500 Meter auf der sonst nicht so schnellen Eisbahn in Seoul, die... [more]
1000 Meter sind eine Augenweide für die Zuschauer. Fast so schnell wie der Sprint – aber länger zu genießen. Wie die Athleten nach unglaublichen Kurvengeschwindigkeiten beschleunigen, als hätten sie den Turbo gezündet. Kein Wunder, dass am Ende zwei Hundertstel für den nicht als Top-Favorit gestarteten Niederländer Stefan Groothuis entschieden. Und gegen Publikumsliebling Shani Davis aus der Obama-Stadt Chicago. Vor erneut gut gefüllten Tribünen sorgte Berlin fast für Heerenveen-Stimmung. „Dafür ein Kompliment. Ich habe die Stimmung aufgesogen. Früher haben wir neidisch nach Holland geblickt. Jetzt gibt es so etwas auch bei... [more]