Sie sagen, dass sie nach geleisteter Trainingseinheit „auch mal ein Bierchen zusammen trinken.“ Sie bilden seit zwei Jahren eine Mannschaft, die dem ohnehin attraktiven Short Track den Kick gibt. Staffel-Wettbewerbe sind in der Individualsportart Eisschnelllaufen keine Randerscheinung mehr – sondern häufig das Finale furioso. Das liegt an den Ablösungen, einer Art Anschieben des Partners. Das Timing muss stimmen, die Taktik, wer wie lange läuft. Ähnlichkeiten mit dem Madison im Bahnradsport drängen sich auf, obgleich das Publikum beim eisigen 3000-m-Rennen eher den Überblick bewahrt. Das DESG-Quartett brüllten die Zuschauer in der Freiberger Arena quasi ums... [more]
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Teampower im Hexenkessel
Shorttrack Dresden
Glühwein und heiße Zitrone gehörten zu gefragten Getränken in der Freiberger Arena – dabei musste die Stimmung beim allerersten Shorttrack-Weltcup auf deutschem Eis nicht angeheizt werden. Für Highlife sorgten die Fans, die Pappklatschen der DKB gaben den Rhythmus vor, 1700 Zuschauer feuerten die Athleten an, von denen sich einige verdutzt umschauten. „Wir sind wirklich in einem Entwicklungsland dieser Sportart…“ DESG-Teamleader Helmut Krause reihte das Event international ins „obere Feld“ ein. Nicht nur die Begeisterung, sondern auch Infrastruktur, Service für Athleten und Betreuer besitzen höchsten Standard. Eigentlich wollen schon heute alle wiederkommen. „Die Veranstaltung stets zur gleichen... [more]
Verstärkung für die Kurvenkratzer
Hochkarätige Verstärkung erhalten die Short Track-Spezialisten der DESG auf ihrem Weg in die Zukunft: Eric Bédard übernimmt die Position des Bundestrainers. Der 31-jährige Kanadier weist vor allem sportliche Referenzen vor: Vier Medaillen bei drei Olympischen Spielen (2 Gold, 1 Silber, 1 Bronze, 1998 bis 2006), zudem elf WM-Medaillen. Markus Tröger steht Bédard als Diagnosetrainer zur Seite.
Aktivensprecher Sebastian Praus nach dem ersten „Beschnuppern“ in Oberstdorf: „Ich kenne Eric schon lange als hochprofessionellen Sportler. Diese Einstellung wird er sicher auch als Trainer einbringen. Wir Athleten sind sehr optimistisch,... [more]
Heißer Start für Vancouver
Frühlingssonne über dem Löwenberger Land in der Mark Brandenburg – und drinnen im Schloss & Gut Liebenberg hitzige Diskussionen um eiskalte Themen. Abwechselnd ganz heiß und cool verlief das Saisonfazit der „Macher“ der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). Präsident Gerd Heinze postulierte den Leitsatz: „Der heiße Start für Vancouver 2010 hat begonnen.“ Bei den Winterspielen gilt es sechs Medaillen im Eisschnelllauf und einmal Shorttrack-Edelmetall zu gewinnen. Eine hohe Messlatte, aber Bange machen gilt nicht.
Markus Eicher, Bundestrainer der Frauen, hätte sich eigentlich entspannt zurück lehnen können. Bei der
Das große Gedränge
Nichts Neues im Short Track? Natürlich dominierten bei der „Heim-WM“ in Gangneung die Koreaner, untermauerten die Chinesen ihre Stärken, belegten die Kanadier Podestplätze. Business as usual also? Mitnichten. Selten waren die Konkurrenzen härter, die Entscheidungen knapper. Die Leistungsdichte schob sich am Japanischen Meer noch mehr zusammen. Beispiel: beim abschließenden 1000 m-Finale lagen die vier erstplatzierten Frauen sage und schreibe 1,41 Zehntelsekunden auseinander. Szenenstar Apolo Ohno (USA) verpasste den anvisierten Titel über diese Distanz um 6 Hunderstel.
Helmut Kraus, Shorttrack-Teamleader der DESG, nennt es „Aufbruchstimmung. Dieser Sport entwickelt sich rasant.“ Außer den traditionellen ST-Nationen meldet sich... [more]
Gangneung vibriert
Short Tracker sorgen für die Show. Sie sind spektakulär, faszinieren mit ihrem Kurvenkratzen. Katzengleich lauern sie im Pulk auf eine Lücke – Könner wie Apolo Anton Ohno (USA) oder der Südkoreaner Ahn Hyun Soo (dreifacher Olympiasieger von Turin) gehören in ihrer Heimat zur Sportelite. Davon können die deutschen ST-Cracks nur träumen. Immerhin hatte Sebastian Praus 2006 aus Italien eine olympische TopTen-Platzierung mitgebracht. Die DESG bemüht sich, die „Eiskratzer“ mehr in den Fokus zu rücken. Aber der dynamische Sport findet meist nicht vor der Haustüre statt. Und vor den Weltmeisterschaften in ST-Paradies Südkorea... [more]
Cheftrainer ziehen positives Fazit
Am zweiten Tag des Medienseminars der DESG stellten sich Sportdirektor Günther Schumacher, der Cheftrainer der Damen und Herren Helmut Kraus, sowie die Cheftrainerin der Junioren Dr. Isolde Weidner, den Fragen der Journalisten.
Helmut Kraus zog ein insgesamt positives Fazit der letzten Saison und hob noch einmal besonders die Leistung von Sabine Völker hervor, der es erst als dritter Athletin überhaupt gelang, drei Medaillen bei einer Olympiade zu gewinnen. Lediglich im Sprintbereich und über 1500 Meter der Herren, blieben die erhofften Erfolge aus, was aber mit dem... [more]