Auch am dritten Tag des Weltcup-Finales war die Thialf in Heerenveen gut gefüllt – wenn auch nicht ausverkauft. Dieser Umstand machte den Fans – insbesondere denen, die in den Kurven standen – aber nichts aus. Mit gewohnt ausgelassener Stimmung machten sie den Abschlusstag wieder zu einem Highlight.
Auf dem sportlichen Programm standen die 1000m der Damen und Herren sowie die Teamentscheidungen. Über die 1000m hatte Monique Angermüller vor dem Start zumindest die theoretische Chance den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden. Dazu hätte sie jedoch die Strecke gewinnen müssen und die Favoritin [more]
Die 1000m Entscheidung bei den Damen im Richmond Olympic Oval entschied die dreifache Weltmeisterin Christine Nesbitt (CAN) in 1:16,56 mit nur 2-Hundertstel Vorspruch vor den Niederländerinnen Annette Gerritsen und Laurine van Riessen (1:16,72). Damit ist Christine Nesbitt die dritte kanadische Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in Vancouver und die erste Goldmedaillengewinnerin aus Kanada im Eisschnelllauf.
Das gestrige Rennen war sicherlich für die deutschen Eisschnelllauf eine Offenbarung. Die sonst eher erfolgsverwöhnte 16-malige Eisschnelllauf-Weltmeisterin Anni-Friesinger-Postma, stürzte fast vor der zweiten Kurve... [more]
Christine Nesbitt hat es geschafft! Als erste Kanadierin gewann sie das 1000m Rennen und sicherte sich somit das erste Olympiagold im Eisschnelllauf. Im Richmond Oval siegte die dreimalige Weltmeisterin mit nur 2 Hundertstel Vorsprung in 1:16,56 vor Annette Gerritsen und Laurine van Riessen aus den Niederlanden.
Die deutschen Läuferinnen mussten indes heute eine bittere Pille schlucken. Anni Friesinger-Postma kam als beste Deutsche in 1:17,71 auf Rang 14 und kommentierte ihre Leistung den Tränen nahe mit: “Indiskutabel". Ähnlich erging es Monique Angermüller. Die Zeit von 1:18,17 reichte nur für Platz... [more]
Nach der ersten Entscheidung über 2x500m gab es gleich zwei Überraschungen. Die deutlich auf Nummer 1 gesetzte Berlinerin Jenny Wolf (38,30) verlor im direkten Duell gegen Sang-Hwa Lee (38,24) und muss damit im zweiten Lauf (ebenfalls im direkten Duell) mindestens 7 Hundertstel auf die Koreanerin herauslaufen. Dass Jenny Wolf jedoch fulminante zweite Läufe bestreiten und diesen Rückstand durchaus aufholen kann, hat die 31-jährige bereits schon mehrmals in der Vergangenheit bewiesen.
Im anschliessenden ZDF-Interview sagte Jenny zu ihrem Lauf: “Es war gar nicht so schlecht wie die Zeit ausgesehen hat”, und fügte lächelnd hinzu:... [more]
Am Sonntag morgen stapfte Beixing Wang enttäuscht durchs Teamhotel. Am Vortag, bei den ersten Rennen über 500 und 1000 Meter, blieb die 22-jährige Chinesin, die von vielen Konkurentinnen als Favoritin auf den Sprint-WM-Titel eingeordnet wurde, weit hinter den Erwartungen zurück. Grund: Die Ersatz-Schlittschuhe – ihr eigentliches Paar verschwand auf dem Flug nach Europa – drückten und schmerzten, an Top-Resultate war nicht zu denken. Über 500 m kam sie als Fünfte über den Zielstrich, auf der längeren Sprint-Distanz langte es dann nur noch zu Rang 17. „Sie tut mir einfach nur leid. Vom Leistungsstand her... [more]
Drei Athletinnen und zwei Sportler der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft starten am Wochenende (19./20.1.) bei der Sprint-Weltmeisterschaft im niederländischen Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen. Wenn 500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf (Berlin) ihren „Turbo“ zündet, muss sich die Konkurrenz warm anziehen. Für die bayrische „1000-m-Königin“ Anni Friesinger kann das Ziel nur lauten, den Titel aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. Die in Inzell trainierende Erfurterin Heike Hartmann komplettiert das DESG-Damentrio. Scharfe Konkurrenz: Ireen Wüst, Annette Gerritsen (Niederlande), Beixing Wang (China) und Sayuri... [more]