Weltcup-Finale, 3.Tag

Author: SSN 11 March 2012 No Commented
Under: Speedskating

Claudia Pechstein
Clau­dia Pech­stein
DES­G­pho­to / L. Ha­gen

Beim let­zten Tag des Weltcup-Fi­nales in Ber­lin er­fol­gten die Entschei­dun­gen über die 1000m, den Team Pur­suit und den Massen­s­tart.

Die 1000m der Da­men er­fol­gten ohne deutsche Beteili­gung. Monique Anger­müller ist seit eini­gen Wochen an Nes­sel­fie­ber erkrankt und musste auch schon die in 2 Wochen stattfin­d­ene Einzel­streck­en-WM (Heeren­veen) ab­sa­gen. Die let­zte ver­bliebene deutsche Läuferin Ju­dith Hesse musste sich dann un­mit­tel­bar vor Be­ginn des Wet­tkampfes ab­mel­den. Der Sieg ging dann er­war­tungs­gemäß deut­lich an Chris­tine Nes­bitt (CAN). Sie ver­wies mit neuer Bah­n­reko­rd-Zeit (1.15,04 Min.) Heather Richard­son (USA) auf Platz 2 und Hong Zhang (CHN) auf Platz 3. Auch wenn Nes­bitt in Heeren­veen über diese Strecke nicht an den Start ging, ge­wann sie deut­lich den Ge­samtweltcup.

Auf den let­zten 50 Me­tern kon­nte der US-Amerikan­er Shani Davis die 1000m der Her­ren noch für sich entschei­den. Er ge­wann in 1.09,24 Minuten vor Kjeld Nuis (NED) und Tae-Beom Mo (KOR).  Sa­muel Sch­warz hat nach seinem Sturz in Heeren­veen über 500m noch nicht zu al­ter Stärke zurück­ge­fun­den und lief auf Platz 12. Durch sei­nen Sieg kon­nte Davis den Nied­er­län­der Ste­fan Groothuis noch von Platz 1 im Ge­samtweltcup ver­drän­gen.

Der Sieg im Team Pur­suit der Da­men ging an das ka­nadische Team. Sie ge­wan­nen deut­lich (2.26 Sekun­den) vor den Teams aus Ko­rea und Russ­land. Die Polin­nen ver­gaben bere­its alle Chan­cen durch ei­nen Stolper­er von Na­tal­i­ja Cz­er­won­ka in der er­sten Kurve. Eine deutsche Mann­schaft war nicht am Start.

Um ei­nen Wim­pern­sch­lag (0.07 Sekun­den) kon­nte das Team der US-Amerikan­er die deutschen Män­n­er im di­rek­ten Du­ell auf Platz 4 ver­weisen. Es ge­wan­nen die Nied­er­län­der vor den Ko­re­an­ern. Im Ge­samtweltcup kon­n­ten die deutschen Her­ren je­doch ihren drit­ten Platz verteidi­gen.

Zum Ab­sch­luss des span­nen­den Wet­tkampf­tages er­fol­gten noch die Massen­läufe. Dabei laufen die Frauen 15 Run­den und die Män­n­er 20 Run­den. Bei 2 Zwischen­sprints und dem ei­gentlichen Zielein­lauf wer­den jew­eils Punkte verteilt, die Ad­di­tion dies­er ergibt dann die endgültige Platzierung. Der Gewin­n­er des Laufes ist in je­dem Fall auch der Sieger, die an­deren Platzierun­gen kön­nen sich durch die Punkte der Sprints verän­dern. Bei die­sem neuen Wet­tkampf­for­mat haben durch tak­tisch­es Laufen auch Sportler eine Chance auf eine Podi­um­s­platzierung, die auf Einzeldis­tanzen nicht so er­fol­greich sind.

Den drit­ten Massen­s­tart dies­er Sai­son ge­wann in einem pack­en­den Ziel­sprint Clau­dia Pech­stein, Platz 2 ging an Maris­ka Huis­man (NED) und Platz 3 an An­na Roki­ta (AUT).  Roki­ta lief das er­ste Mal in ihr­er Kar­riere bei einem Weltcup in die Top 3.

Nach­dem das Ren­nen der Her­ren einige Zeit ver­bum­melt wurde, suchte der Nied­er­län­der Jor­rit Bergs­ma sein Heil in der Flucht und kon­nte diese Führung bis zum Ende des Ren­nens verteidi­gen. Mar­co We­ber (GER) und Shane Dob­bin (NZL) ver­sucht­en lange Zeit in Ge­mein­schaft­sar­beit Bergs­ma wied­er einzu­holen, bevor der Fran­zose 2 Run­den vor dem Ziel zum Sch­lussspurt anset­zte und die bei­den wied­er ein­holte. Mar­co We­ber blieb hin­ter Contin und Ar­jan Stroetin­ga (NED) nur die un­dank­bare 4.Platz.

Der Massen­s­tart ist ein Wet­tkampf­for­mat, welch­es alle Beteiligten (Sportler, Zuschauer) begeis­tert und sollte – um den Eissch­nel­l­lauf in­teres­san­ter zu ges­tal­ten und eine Zukunft zu geben – auf je­den Fall beibe­hal­ten wer­den.

Er­st­mals in dies­er Sai­son wurde der Grand World Cup vergeben. Dies­er wurde von Chris­tine Nes­bitt (CAN) und Kjeld Nuis (NED) ge­won­nen.

Die Sai­son 2011/2012 wird in 2 Wochen mit der Einzel­streck­en-WM in Heeren­veen been­det.

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