Jenny Wolf unter 38 Sekunden

Author: SSN 20 November 2010 one Commented
Under: Speedskating

Jenny Wolf
Jen­ny Wolf
DES­G­pho­to / L. Ha­gen

Das Du­ell um den Olympi­asieg über 500 Me­ter der Frauen entschied die Ko­re­anerin Sang-Hwa Lee in Van­cou­ver knapp für sich, im Weltcup ist sie zur Zeit chan­cen­los ge­gen Jen­ny Wolf. Im di­rek­ten Du­ell sorgte Jen­ny Wolf bei ihrem 54.Weltcup­sieg für klare Fron­ten. Die Ber­linerin siegte in 37,98 vor der Nied­er­län­derin Mar­got Bo­er (38,46) und Lee 38,56. Dabei war Jen­ny Wolf in für ihre Ver­hält­nisse beschei­den­den 10,30 Sekun­den ange­gan­gen. Auch Ju­dith Hesse wusste erneut zu überzeu­gen und belegte in 39,06 sec den acht­en Platz.

Es ist na­hezu unglaublich mit welch­er Sicher­heit Ni­co Ih­le derzeit seine Läufe ab der 20 Me­ter Marke ab­solviert. Nur die er­sten Me­ter sind im Mo­ment die Achilles­ferse. Am Fre­i­tag hörte Ni­co auf zu laufen, weil er dachte es lag ein Fehl­s­tart vor und war er­leichtert als der Kampfrichter ver­spätet wirk­lich zurücks­choss. Am Sam­s­tag blieb der Chem­nitz­er mit dem Sch­littschuh hän­gen und ver­lor den Tritt, im­mer­hin kam es nicht zum Sturz. Nach 10,33 Sekun­den passierte er die 100 Me­ter Marke, damit 0,6 Sekun­den über seinem Stan­dard. Am Ende kam mit 35,77 sec noch eine or­dentliche Zeit her­aus, zie­ht man die 0,6 Sekun­den ab, dann wäre es wied­er eine ab­so­lute Top­platzierung ge­wor­den.

Den Sieg in die­sem span­nen­den Wet­tkampf sicherte sich über­raschend Pek­ka Koskela, der in 34,90 nur um 0,01 Sekun­den vor Tuck­er Fre­dricks lag. Ni­co Ih­le hätte ohne Stolper­er er­st­mals aufs Podi­um laufen kön­nen, der dritte Platz ging statt­dessen an Kang-Seok Lee aus Ko­rea.

Jillanne Rookard
Jil­lanne Rookard
DES­G­pho­to / L. Ha­gen

Über die 3000 Me­ter der Frauen gab es ei­nen Über­raschungser­folg der US-Amerikanerin Jil­leane Rookard. In 4.04,39 ver­wies die  junge Amerikanerin die Tschechin Marti­na Sab­liko­va und Stephanie Beck­ert auf die Plätze. Die Er­fur­terin lief im Du­ell ge­gen Cindy Klassen zu langsam an, über­hole zwar die Ka­nadierin in der vor­let­zten Runde, kon­nte den Rück­s­tand auf auf die bei­den To­pläuferin­nen nicht mehr auf­holen. Rookard, die bei den US-Meis­ter­schaften mit großem Vor­sprung do­minierte, lag nach dem Ren­nen ihrem Train­er über­glück­lich in den Ar­men.

Jen­nifer Bay set­zte die Se­rie ihr­er Klas­seläufe auch über 3000 Me­ter fort. Die Dresd­nerin kon­nte sich aber­mals, auf 4.12,28 sec, verbessern und kam auf den 13.Platz.  Die Ber­linerin Is­a­bell Ost wurde nach den harten Ren­nen der Vor­tage für den Team­lauf ges­chont, wo sie zusam­men mit Jen­nifer Bay und Stephanie Beck­ert starten wird.

Zum Ab­sch­luss des zweit­en Tages wer­den siegte der Nor­weger Hå­vard Bøkko mit deut­lichem Vor­sprung in 1.45,27 nach ein­er beein­druck­en­den Sch­luss­runde vor dem US-Amerikan­er Trevor Mar­si­cano (1.46,15) und dem Nied­er­län­der Ste­fan Groothuis (1.46,31). Der große Fa­vorit Shani Davis belegte nur den siebten Rang in einem zwischen drit­ten und elften Platz sehr en­gen Feld.

Stim­men:

Bente Kraus: “Ich bin to­tal glück­lich über das was im Mo­ment passiert. Heute wied­er dicht an meine Bestzeit her­an, näch­ste Woche dann die 5000 Me­ter in Ha­mar, und hof­fentlich auch die Chance bei einem Teamwett­be­werb zu starten.

Ich habe in den let­zten Run­den im­mer noch ein paar tech­nische Probleme, kann meine tiefe Po­si­tion nicht hal­ten. Daran muss ich auf je­den Fall noch ar­beit­en, dann kann es noch sch­neller wer­den.

Nach Ha­mar ge­ht es ins Höhen­train­ings­lager nach Südafri­ka, dann kommt die Qual­i­fika­tion für die zweite Weltcup­pe­ri­ode und die EM.

Ich werde ver­suchen mich für die EM zu qual­i­fizieren, aber das wird sch­w­er. Wenn ich es ins Team nach Inzell schaf­fen würde, wäre das toll. Aber das ist noch ein langer Weg und Clau­dia (Pech­stein) kehrt ja dann auch wied­er zurück."

Ni­co Ih­le: “So ein Pech, ich bin beim zweit­en Schritt im Eis hän­gen ge­blieben, kon­nte ger­ade noch ei­nen Sturz ver­hin­dern, aber die Zeit war weg. Ich dachte nur noch ein­fach weit­er­laufen. Im Nach­hinein be­son­ders ärg­er­lich nach mein­er starken 25,4 Runde es wäre lock­er der dritte Platz möglich gewe­sen. Nun habe ich mir das Podi­um für Asien aufge­hoben und eine WM haben wir ja sch­ließlich auch noch."

Stephanie Beck­ert: “Ich bin ei­gentlich zufrie­den, die Zeit war nicht sch­lecht und auch der Lauf war ins­ge­samt gut. Wied­er ein Podi­um­s­platz."

Jen­ny Wolf: “Ich bin zufrie­den. Der An­gang war die­s­es Mal nicht so sch­nell, dafür war der restliche Lauf gut. Das war schon in Ord­nung, auch wenn die Zeit jet­zt nicht so sen­sa­tionell ist."

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