Viking Race in Heerenveen: Vier Deutsche in Führung

Author: SSN 26 February 2010 No Commented
Under: Speedskating

Louise Baumann
Louise Bau­mann
DES­G­pho­to / L. Ha­gen

Am Fre­i­tag und Sonn­abend fin­d­et in Heeren­veen die 22.Aus­gabe der Vik­ing-Races statt. Dabei haben sich seit der er­sten Aus­gabe des Ren­nens im Jahr 1989 die Regeln nur un­wesentlich geän­dert. Von 1989 bis 1993 lie­fen noch die Al­ter­sk­lassen 11-16 seit 1994 die Al­ter­sk­lassen 12-17. Auch die Streck­en­länge hat sich in dies­er Zeit nur un­wesentlich verän­dert. Waren es bis 1991 nur Ren­nen zwischen den besten nied­er­ländischen, nor­wegischen und nied­er­ländischen Ju­nioren, wur­den die Wet­tkämpfe später mehr in­ter­na­tio­n­al­isiert. Neben Finn­land und Polen starteten seit 1992 auch deutsche Ath­leten.  In der AK 11 siegte ein gewiss­er Jan Friesinger, seine Sch­west­er An­ni kam in der AK 15 zum Er­folg. Seit eini­gen Jahren starten in jed­er Al­ter­sk­lasse jew­eils 24 Ath­leten. Kann ein Land seine Teil­nah­me­quote nicht er­füllen, rückt ein weit­er­er nied­er­ländisch­er Sportler nach.

Seit 1992 hat die DESG jew­eils zwei Start­plätze pro Al­ter­sk­lasse bei den Mädchen und Jun­gen, diese wur­den bish­er auch im­mer wahrgenom­men. Die größten Er­folge der deutschen Ath­leten wur­den bish­er fast im­mer in den un­teren Al­ter­sk­lasse erzielt. Aber einige her­aus­ra­gende Ju­nioren kon­n­ten dann auch in den äl­teren Al­ter­sk­lassen tri­um­phieren und später dann bei den Ju­nioren-Welt­meis­ter­schaften auftrumpfen.

So manch­er Tur­bo zün­dete aber auch erst später. Der Nied­er­län­der Sven Kramer lief in den un­teren Jahrgän­gen stets hin­ter­her, in der AK 17 war er dann schon Zweit­er, hin­ter Lands­mann Michael Kaa­tee. Ein Jahr später Vizewelt­meis­ter der Ju­nioren, ehe er mit 19 Jahren den Sprung in die ab­so­lute Welt­spitze vol­l­zog und sich auch den Ti­tel bei den Ju­nioren sich­ern kon­nte.

So ge­se­hen ist der Weg für viele der aktuellen Starter in Heeren­veen noch weit. Im­mer­hin vi­er Spitzen­po­si­tio­nen kön­nen die deutschen Ju­nioren nach dem er­sten Tag vermel­den.  Dabei hat Louise Bau­mann in der AK 12 nach zwei deut­lichen Sie­gen bere­its ei­nen beruhi­gen­den Vor­sprung auf die Polin Ka­ja Ziomek. Louise ver­fehlte ihre beein­druck­ende Bestzeit über 500 Me­ter (44,33) allerd­ings deut­lich. Ihr­er Fa­voriten­rolle gerecht wur­den auch Joshua An­der­son (AK 12) und An­dreas Höfer (AK 13), die beide mit der deut­lich besten Vor­leis­tung an­gereist waren. Dage­gen lie­gen Lea Dom­merich und Le­na Hochreit­er (beide AK 13) nach dem er­sten Tag nur auf dem zweit­en und drit­ten Rang, nach­dem die Nied­er­län­derin My­ron Koops in bei­den Läufer um et­wa eine halbe Sekunde un­ter ihr­er al­ten Bestzeit blieb.

Ve­ra Knapp kon­nte sich ge­genüber den Deutschen Meis­ter­schaften noch ein­mal verbessern und liegt somit auf dem fünften Rang in der AK 14. An der Spitze liegt das große öster­reichische Ta­l­ent Va­nes­sa Bitt­n­er, die durchaus Chan­cen hat ihren Vor­jahre­ser­folg zu wieder­holen. Allerd­ings lie­gen dahin­ter drei nied­er­ländische Mädchen in Lauer­stel­lung, die ihre Bestzeit­en pul­verisierten. Auch Lisa-So­phie Ger­icke kon­nte in der AK 15 überzeu­gen und belegt nach neuer 1000 Me­ter Bestzeit den sech­sten Platz. Bei den Jun­gen kon­nte Tim Dom­merich in der AK 14 seine Bestleis­tun­gen nicht er­reichen und liegt eben­falls auf dem sech­sten Rang, beein­druck­end hi­er der Nied­er­län­der Wes­ly Di­js. Noch stärk­er als Di­js präsen­tierte sich sein Lands­mann Kai Ver­bij in der AK 15. Ver­bij lief 37,75 und 1.13,80 auf den Sprint­streck­en und ge­ht mit einem Rie­sen­vor­sprung in den zweit­en Tag. Für die deutschen Jun­gen gab es in der AK 15 und AK 16 nichts zu holen.

Das mit Span­nung er­wartete Du­ell zwischen der besten Sch­weiz­er Eissch­nel­l­läuferin Kait­lyn Mc­Gre­gor, und der besten deutschen Ju­niorin Doreen Lamb hielt am er­sten Tag alles was man sich er­hofft hatte. Über 500 Me­ter lie­fen beide Ath­leten eine neue Bestzeit, 40,76 sec lief dabei Doreen Lamb. Über 1000 Me­ter dre­hte Kait­lyn den Spieß um und stellte in 1.20,42 min ei­nen neuen Sch­weiz­er Lan­des­reko­rd auf. Doreen sicherte sich dank ein­er weit­eren Bestzeit (1.20,92 min) die Führung nach dem er­sten Tag.

Miri­am Neu­mann kon­nte ihre Bestleis­tun­gen aus der Vor­woche in der AK 17 nicht ganz er­reichen, liegt aber als Sech­ste noch gut im Ren­nen. Die Estin Saskia Alusalu stellte auf bei­den Streck­en neue Lan­des­reko­rde auf, wobei sie über 1500 Me­ter gleich um fünf Sekun­den un­ter der al­ten Best­marke blieb. Bei den Jun­gen überzeugte Philipp Stein­ert mit zwei neuen Bestzeit­en und fünften Ge­sam­trang.

Damit lie­gen die Nied­er­län­der in sechs Al­ter­sk­lassen an der Spitze, Deutsch­land in vi­er, sowie Öster­reich und Nor­we­gen jew­eils in ein­er. Der Wet­tkampf wird am Sam­s­tag Vor­mit­tag fort­ge­set­zt.

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