Heerenveen – Der 1000 m-Olympiasieger von 2002, Gerard van Velde, hat am Rande der Sprint-WM in Heerenveen sein Diplomzeugnis als Eisschnelllauftrainer/Coach Niveau 4 erhalten. Van Velde ist der erste ehemalige Oranje-Star, der erfolgreich an der verkürzten, extra für ehemalige Hochleistungssportler eingerichteten, Trainerausbildung des niederländischen Eissportverbandes KNSB teilgenommen hat. Mit dieser Massnahme will der Verband ehemalige Spitzenathleten, die auch eine Vorbildfunktion ausstrahlen, dem Sport erhalten. Am neuen Lehrgang nehmen Jan Bos, Marianne Timmer, Erben Wennemars, Cees Juffermans (Shorttrack) und Karen Venhuizen (Eiskunstlauf) teil.... [more]
Archive for the ‘Eisschnelllauf’ Category
1000m Olympiasieger van Velde wird Eisschnelllauftrainer
Titel an Nesbitt und Lee, Skandal um Groothuis
Bei der Eisschnelllauf-Sprintweltmeisterschaft in Heerenveen sicherten sich Titelverteidiger Kyu-Hyeok Lee aus Südkorea und erstmals Christine Nesbitt aus Kanada die Titel, während die deutschen Läufer ihre Top-Platzierungen nicht halten konnten.
Über die 500 Meter der Frauen traute der fachkundige Zuschauer seinen Augen nicht. Jenny Wolf legte in 10,53 sec die mit Abstand schwächste 100 Meter Startzeit der letzten Jahre hin. Hatte die Berlinerin in Glanzform an der 100 Meter Marke meist schon einen großen Vorsprung auf Konkurrenz, war es diesmal nur die fünftbeste Startzeit. Die Auswirkungen der Rückenverletzung... [more]
Jenny Wolf zur Halbzeit Zweite
Die Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft im Sprintvierkampf in Heerenveen hielt am ersten Tag alles was sie versprach. Höhepunkt war dabei sicherlich der unglaubliche 1000 Meter Lauf der Olympiasiegerin Christine Nesbitt aus Kanada.
In 1.15,01 min blieb Nesbitt deutlich unter dem alten Bahnrekord von Anni Friesinger und distanzierte die Konkurrenz um fast 1,5 Sekunden. Nachdem die Kanadierin bereits über 500 Meter mit 38,57 sec und Platz 6 die Erwartungen erfüllt hatte, liegt sie nun mit rund 0,8 Punkten Vorsprung bereits deutlich in Führung. Wesentlich enger geht es dahinter zu, wobei fast alle Läuferinnen... [more]
Sprint-WM ohne Titelverteidigerin
Bei der Sprint-Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf am kommenden Wochenende in Heerenveen werden zum 42mal seit 1970 die Weltmeister im Sprintvierkampf ermittelt. Fehlen werden dabei gleich vier der sechs Medaillengewinner aus dem Vorjahr, darunter die Titelverteidigerin Sang-Hwa Lee aus Korea. Während für die meisten Athleten die Weltmeisterschaft ein Saisonhöhepunkt ist, verzichten viele asiatische Läufer auf einen Start um sich auf die Asienmeisterschaften ab dem 31.Januar in der neuen Eisschnelllaufhalle von Astana vorzubereiten. In Asien sind diese Titelkämpfe ein absolutes Highlight und die Sieger bekannter als die Weltmeister.
Claudia Pechstein – Das Ende der Sperre naht
Alles hat ein Ende! So auch die Sperre der wegen auffälliger Blutwerte zur Untätigkeit verdammten Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, welche am 08. Februar ausläuft. Bereits schon vier Tage später wird die Berlinerin wieder in das internationale Wettkampfgeschehen eingreifen, um sich noch die Qualifikation für die im März stattfindende Einzelstrecken-WM in Inzell zu sichern.
Viele Möglichkeiten bleiben der Berlinerin nicht die Normzeit von 4:15min über 3.000m für die Teilnahme am Weltcup in Salt-Lake City zu laufen, um sich hierbei für die WM noch zu qualifizieren. Im Rahmen eines internationalen Wettkampfes in... [more]
Martina Sáblíková siegt souverän
Die Eisschnelllauf Europameisterschaft in Collalbo ging mit einem Favoritensieg auch bei den Damen zu Ende. So unglaublich dramatisch wie die Entscheidung bei den Herren, wurde es bei den Damen aber nicht.
Über die 1500 Meter starteten Ireen Wüst und Martina Sáblíková im letzten Paar gegeneinander. Dabei siegte Wüst zwar in 1.59,61 min vor der Tschechin (2.00,37) doch in der Gesamtwertung blieb Sáblíková vorn und hatte über die 5000 Meter einen Vorsprung von 2,67 Sekunden. Auch dahinter schien schon alles klar, Marrit Leenstra lief in 2.00,95 min auf Rang drei und baute... [more]
Ivan Skobrev mit Gewaltakt zum Titel
Was für eine dramatische und spannende Entscheidung bei der Mehrkampf Europameisterschaft der Herren. Die Bedingungen auf der Freiluftbahn waren nicht mit denen der letzten EM zu vergleichen, so dass es teilweise extrem große Abstände gab. Über 10000 Meter waren die Paare unmittelbar nach der Eisbereitung in Vorteil, das Eis zog doch relativ schnell an und wurde deshalb etwas langsamer.
Vor dem Finale über die 10000 Meter hatte Ivan Skobrev gerade einmal 0,48 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Jan Blokhuijsen. Zwar ist Skobrev normalerweise der deutlich bessere 10000 Meter Läufer, aber nach... [more]
Jury verhindert Mauscheleien in Collalbo
Die Eisschnelllauf Europameisterschaft in Collalbo hat beinahe für einen absehbaren Skandal gesorgt, den wir gestern bereits angekündigt haben. Der Italiener Enrico Fabris ist “plötzlich und unerwartet" erkrankt und konnte zu den 10000 Metern nicht antreten. In diesem Fall sehen die Regeln vor, dass der erste Nichtqualifizierte nachrückt. Laut Regularien ist dies aber nicht der Dreizehnte der Gesamtwertung, sondern der erste Sportler der in der Berechnung der Finalplätze ausschied. Diese Berechnung hatten wir in unserem gestrigen Artikel erläutert, demnach wäre der Landsmann
Jenny Wolf heiratete im Gut Liebenberg
Die Eisschnelllauf Weltmeisterin Jenny Wolf hat am Samstag im Schloß und Gut Liebenberg in einer bewegenden Zeremonie ihren langjährigen Lebensgefährten Oliver Lotze geheiratet. Die Berlinerin heiratete in einem silbern-glänzenden Kleid und erhielt gelbe Rosen als Hochzeitsstrauß. Bei ihrer Trauung waren viele Weggefährten wie Monique Angermüller, viele Kampfrichter aus Berlin oder ihr ehemaliger Trainer Uwe Hüttenrauch ebenso anwesend, wie das fast geschlossene Panzerbataillon, in dem Oliver Lotze seinen Dienst versieht.
Für die Pazifistin Jenny Wolf stand nach der Hochzeit gleich eine “böse Überraschung” bevor, zusammen... [more]